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GO GO BERLIN - New Gold

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Artist GO GO BERLIN
Title New Gold
Homepage GO GO BERLIN
Label MERMAID RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

Dass es GO GO BERLIN überhaupt gibt, könnte daran liegen, dass deren Schlagzeuger Christoffer Østergard eine ziemlich große Klappe hat. Im Herbst 2010 hatte der Däne nämlich bei einem Booker angefragt, ob er ihn nicht für einen Gig buchen wolle. Er wollte und damit hatte der Drummer ein Problem: Es gab nämlich gar keine Band. Kurzerhand wurden ein paar Kumpels und Kommilitonen des „Performers House“ zusammengetrommelt und wenige Wochen später fand das erste Konzert von GO GO BERLIN statt. Die Namensgebung der Kapelle war ähnlich spontan, schließlich musste irgendwas auf den Plakaten stehen. Damit war der Stein ins Rollen gebracht und inzwischen steht das Debüt „New Gold“ in den Startlöchern, auf dem der Fünfer seine Vorlieben für Musik vom Schlage der DOORS, ROLLING STONES, LED ZEPPELINs, THE CLASH, STROKES und der KINGS OF LEON frönt.

In der  Heimat katapultierte sie „New Gold“ bereits auf #5 der Charts und man darf gespannt sein, wie der fette Sound der Dänen hierzulande ankommen wird. Nach dem Intro „Enterlude“ begeben sich die Jungs direkt „On The Run“ – wie es scheint ohne Umwege in die späten Sechziger/frühen Siebziger und auch das folgende „Shoot The Night“ rockt mit viel Drive und Schmackes, ehe sich „Darkness“ über den Silberling legt. Es groovt ordentlich und Christian Vium – Sänger und Gitarrist – lässt sein raues Organ erklingen. „Waste of Trying“ schlägt wenig später ruhigere Töne an, auf die sich das Quintett jedoch ebenso versteht. Mit „Raise Your Head“ geht’s wieder in die Vollen und auch „California Mind“ lässt sich nicht lumpen und nimmt den Hörer mit auf einen abwechslungsreichen, rhythmusbetonten Höllenritt. Mit dem emotionsgeladenen „Castles Made of Sand“ schalten GO GO BERLIN einen Gang zurück, bevor sie mit „Do You Mind“ abermals Vollgas geben. In diesem Sinne schließt sich auch das rotzige „Gimme Your“ an, ehe „I Want You“ schwer aus den Boxen scheppert und „You You You“ die Füße zum Wippen bringt. „Hope For The Hopeless“ versprechen die Jungspunde mitsamt schwurbeliger Orgelklänge, um schließlich mit dem äußert temperamentvollen „Bad!“ zu enden.

GO GO BERLIN leben ihren Traum. Das hört man in jedem Ton und jeder Silbe auf „New Gold“. Die Musik ist ihr großes Ding und auch wenn sie noch nicht davon leben können, werden sie mit ihrer Hilfe doch überleben, sagt Christian Vium trotzig. Wer so konsequent seine Ziele verfolgt und einen derart gelungenen Erstling vorlegt, müsste allerdings seinen Weg machen. Die Chancen stehen gut und verdient hätten es Christoffer, Christian, Mikkel, Anders und Emil auch.

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