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GO GO BERLIN - The Ocean

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Artist GO GO BERLIN
Title The Ocean
Homepage GO GO BERLIN
Label MERMAID RECORDS
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GO GO BERLIN kommen mitnichten aus der deutschen Hauptstadt, Vielmehr sind die vier Herren im dänischen Aarhus zuhause. Vier Jahre nach ihrem von der Presse hochgelobten Album „Electric Lives“ veröffentlichen GO GO BERLIN mit „The Ocean“ ihr bislang kompromisslosestes und ambitioniertestes Werk. Dabei ist es womöglich der großen Klappe von Drummer Christoffer Møller Østergaard zu verdanken, dass es die Rock-Combo überhaupt gibt. Im Herbst 2010 hatte der Gute nämlich bei einem Booker angefragt, ob er ihn nicht für einen Gig buchen wolle. Er wollte und damit tat sich ein nicht unwesentliches Problem auf: Es gab nämlich gar keine Band. Kurzerhand wurden ein paar Kumpels und Kommilitonen des „Performers House“ zusammengetrommelt und wenige Wochen später fand das erste Konzert von GO GO BERLIN statt. Die Namensgebung der Kapelle war ähnlich spontan, schließlich musste irgendwas auf den Plakaten stehen. Zu diesem ersten Auftritt haben sich zahlreiche weitere Konzerte gesellt und nach einer langen Konzertreise mit 250 Shows in Europa, Asien und Nordamerika hatte sich die Truppe zunächst eine Songwriting-Pause verordnet. Die Auszeit war der Beginn eines völlig neuen Kapitels und gab den Musikern u.a. Gelegenheit zu umfangreicher Selbstanalyse.

Nach dem Ende der Pause verspürten die Jungs von GO GO BERLIN auf einmal wieder das Bedürfnis, neue Songs auszuprobieren – erachteten dafür allerdings einen Umgebungswechsel als durchaus hilfreich. Also packten sie ihre Taschen und machten sich auf den Weg nach Los Angeles, um sich dort inspirieren zu lassen. Nach einer Periode der Unsicherheit und Befürchtung, man könne an Schwung verloren haben, machten sie sich auf die Suche nach einigen legendären Orten kalifornischer Musikgeschichte. „Wir ließen die alten GO GO BERLIN hinter uns und bezeichneten uns selbst als ‚GO GO BERLIN 2.0′, erklärt Sänger Christian Vium. „Diese Maßnahme entfachte einen kreativen Funken, der es uns ermöglichte, mit neuen Sounds und Ideen zu experimentieren. Auf einem Schlag erschien nichts mehr unmöglich.

Zweifellos hat sich die Kapelle verändert und somit auch ihr Sound. Die Gitarren treten heuer etwas in den Hintergrund, den Keyboards wird mehr Raum gegeben (vgl. den Titeltrack „The Ocean“) und über allem schwebt Viums charismatische Stimme. Einige Songs wurden in einer Hütte an der dänischen Westküste geschrieben, andere im Rahmen einiger sonniger Ausflüge nach Spanien. Die ebenso tanzbare wie knackige Vorabsingle „Love Me“ entstand wiederum in einem Aufnahmestudio auf dem Sunset Strip in L.A., nur einige Blocks vom berühmten Nachtclub Whiskey a Go Go entfernt, wo die legendären THE DOORS ihre frühen Jahre – u.a. als Supportband- gefristet haben. Waren auf dem Debüt „New Gold“ die DOORS durchaus auch als prägender Einfluss spürbar, kommen mir bei dieser Nummer eher MANDO DIAO in den Sinn. „The Ocean“ enthält elf Songs, die von GO GO BERLIN zusammen mit Peter Kjædegaard produziert wurden. Der bereits genannte Track „Love Me“ und das finale, rhythmusbetonte und dezent psychedelische „Utah“ entstanden in Zusammenarbeit mit Søren Christensen, der bereits an den beiden Vorgänger-Langrillen mitgewirkt hat. Mein Highlight: „Desert“, weil es besonders vielschichtig daherkommt und Christians Stimme bestens in Szene setzt.

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