| Artist | GO MAHHH |
| Title | Doppelgänger |
| Homepage | GO MAHHH |
| Label | NOISOLUTION |
| Leserbewertung |
‚Psychedelic Kneipenrock‘ aus Berlin versprechen die vier langhaarigen Zausel von GO MAHHH und serviert wird der Mix aus Psych, Shoegaze und Fuzz auf dem Langspiel-Debüt „Doppelgänger“. In der Hauptstadt haben sich GO MAHHH, deren Wurzeln in Peru, Irland und Deutschland liegen, schon längst einen Namen in der Szene erspielt und auch auf Festivals wie dem Void Fest oder dem Desertfest konnte der Vierer bereits überzeugen, schauen wir doch mal, was die Konservenkost zu bieten hat.
Der Opener „High Mountain“ windet sich zunächst gemächlich durch die Gehörgänge und Hirnwindungen, findet dann jedoch zu einer flirrenden, fast schon hektisch anmutenden Dynamik, der auch orientalische Versatzstücke nicht fremd sind, ehe „Happy Satan’s Reign“ mit munteren Melodien und viel Drive übernimmt. Deutlich massiver kommt „Blood Transfusion“, die düstere Version des international geprägten Berliner Nachtlebens, daher, bis als überraschendes Detail eine Flöte auftaucht. Das fiebrige „Anatoliosis“ schließt sich mit hochenergetischen Tonfolgen an, während „MSAZ“ als zurückhaltende Interlude für das kryptische „BBSBBQ“ fungiert. Für den Songtitel habe ich sogar eine Erklärung, er dürfte für „Big Black Sabbath Barbecue“ stehen, womit keinesfalls Schwarze Messen am Grill gemeint sind, sondern die Momentaufnahme eines Berliner Lebensgefühls. Konkret: Treffen auf dem Tempelhofer Feld, wo sich Menschen, Ideen und Kulturen begegnen. Hier kam die Band mit Freunden zusammen, es wurde gegrillt und eben auch lautstark BLACK SABBATH gehört. Insofern darf der Psych-Rocker „BBSBBQ“ wohl auch als Verbeugung vor ‚Birmingham‘ Best‘ verstanden werden. „The Sun King“ setzt die musikalische Reise hypnotisch rockend fort und dank „Mind Assault“ wird auf der Zielgeraden auch noch einmal ordentlich Gas gegeben.
Zweifellos sind GO MAHHH große Fans des Seventies Psych Rock, dem sie selbst auch auf „Doppelgänger“ gekonnt mit Fuzz-Gitarren, repetitiven Strukturen und analogen Sounds frönen. Allerdings wird hier nicht schlicht geklont, sondern mit viel Herzblut und handwerklichem Können eine ganz eigene, absolut hörenswerte Klangwelt erschaffen.

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