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GOAT THE HEAD - Strictly Physical

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Artist GOAT THE HEAD
Title Strictly Physical
Homepage GOAT THE HEAD
Label CRISPIN GLOVER RECORDS
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Was ist eigentlich in Trondheim los? Ist die 205.000 Einwohner umfassende Stadt so etwas wie Norwegens kreatives Zentrum in Sachen Musik? Und kann es sein, dass einem in diesem Zusammenhang auch immer wieder der Name Keneth Kapstad unterkommt? Der Mann war nicht nur Drummer bei MOTORPSYCHO, sondern neben zahlreichen weiteren Projekten auch bei SPIDERGAWD für das Bearbeiten der Felle zuständig. Aktuell wurde mal wieder die 2005 gegründete Death-Metal-Kapelle GOATH THE HEAD in den Mittelpunkt gerückt, nachdem die letzte Veröffentlichung, das Album „Wicked Mimicry“, immerhin auch schon zehn Jahre zurückliegt.

Für den genretypischen Growling zeichnet der Kollege Per Spjøtvold verantwortlich, der zusätzlich auch in die Keyboard-Tasten greift. Gleich mit der eröffnenden Vorab-Single „The Call of Ixodes“ lassen die zudem der bereits erwähnte Schlagzeuger Keneth sowie der Gitarrist Ketil L. Sæther und der Bassist Trond Frønes ihre tiefergestimmten Instrumente von der Doom-Leine, Death-Metal-Raserei steht im Folgenden mit „Fit For Swine“ auf dem Programm und auch „Exhaler“ hält nichts von Tempodrosselung. Besonders positiv ist hier das energiegeladene Zusammenspiel der Instrumente – insbesondere der Hammondorgel – zu nennen! „The Cosmoclast“ kehrt in doomige Gefilde zurück und geht bei dieser Gelegenheit auch kurz vom Gas, allerdings nur, um im Anschluss mit „A Three Krater Symposium“ und „Cemetry Swarm“ die Maschinen auf Full Speed hoch zu jagen. Das ruppige „Blästed“ sorgte bei mir für einen Mini-Tinitus, von dem ich mich allerdings nach zwei, drei Sekunden wieder erholen konnte, sodass ich das finale „Miracle“ mit knapp elf Minuten Spielzeit in voller Länge genießen konnte. Der geneigte Hörer bekommt hier einen komplexen Mix aus Viking Metal und Doom serviert, der sich beharrlich in die Gehörgänge frisst.

In ihren Anfangstagen trugen die Herren von GOAT THE HEAD gern Fell und traten bei ihren Live-Gigs als Steinzeit-Menschen auf. Davon sind die Norweger wohl inzwischen kuriert, dem selbsternannten ‚Contemporary Primal Death Metal‘ frönt die Band jedoch nach wie vor, wobei auf „Strictly Physical“ die Doom-Einsprengsel und auch das eher ungewöhnliche Tasteninstrument hörenswerte Akzente setzen. Meine persönlichen Favoriten finden sich am Anfang und Ende der Platte.

 

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