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GOD SEED - I begin

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Artist GOD SEED
Title I begin
Homepage GOD SEED
Label INDIE RECORDINGS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nach den ganzen gerichtlichen Streitigkeiten um den Bandnamen GORGOROTH wollten King ov Hell (Bass) und Gaahl (Vocals) eigentlich nahtlos mit GOD SEED weiter machen, doch außer der „Live at Wacken“-Veröffentlichung (deren Show ja noch als GORGOROTH gespielt wurde) und der Meldung, dass sich Gaahl aus dem Metal-Business zurückgezogen hätte, hörte man nichts mehr von den Norwegern. Doch wie man es von King nicht anders erwartet, wurde hinter den Kulissen weiter geschraubt. Nun hat man mit Sir (Gitarre, TRELLDOM), Kenneth Kapstad (Drums, MOTORPSYCHO), Geir Bratland ( Keys, DIMMU BORGIR, ex-APOPTYGMA BERZERK) und Lust Kilman (Gitarre, GRIMFIST) wieder eine Backing-Band am Start und auch Gaahl ist wieder aus der Versenkung aufgetaucht.

Und auch wenn die beginnenden „Awake“/ „This from the Past“ mit klirrenden Riff-Attacken, blastenden Drums und garstigen Vocals in klassischer GORGOROTH-Manier (King/ Gaahl-Ära) loslegen, merkt man schon hier anhand der eingestreuten Hammond-Klänge, dass GOD SEED die Chancen nutzen und die alten Grenzen durchbrechen wollen. So bringen King und Gaahl weitere Einflüsse ihres musikalischen Schaffens (u.a. mit SAHG und WARDRUNA) mit ein. Da überrascht „Alt Liv“ mit einer psychedelisch-epischen Seite, „Hinstu Dagar“ offenbart doomige Passagen und „Aldrande Tre“ wirkt mit seinen Industrial Metal-Facetten und dem brutalen Geballer eisig wie sonst was. Beim abschließenden „Bloodline“ wagt man sich gar in Ambient-Sphären. Neben der musikalischen Bandbreite imponieren die Songs besonders durch die stimmliche Vielfalt Gaahls. Der Mann ist nicht nur einer der bestern Black-Kreischer, sondern überzeugt auch mit tiefer, ruhiger, energischer und klarer Stimme auf ganzer Linie!

Natürlich werden Fans der von Gaahl und King bestimmten GORGOROTH-Zeit mit gewissen Erwartungen an „I Begin“ herangehen. Und schnell wird klar, dass eben diese Herkunft nicht verleugnet wird und man weiterhin im Black Metal verwurzelt ist. Ebenso schnell macht dieses Debüt allerdings klar, dass man GOD SEED nicht geschaffen hat, um eine Kopie seiner selbst zu werden. So nutzt man die Chance des Neuanfangs in Form eines starken, vielseitigen und spannenden Albums!

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