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GOLDEN APES - Riot

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Artist GOLDEN APES
Title Riot
Homepage GOLDEN APES
Label AF MUSIC
Leserbewertung
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7.3/10 (10 Bewertungen)

Es hat sich ne Menge getan bei den GOLDEN APES. Neue Plattenfirma, neue Platte, neuer Produzent, neue Ansprüche, aber als Konstante auch beim siebten Studio-Album immer noch eingängige Goth-Rock-Melodien, die aus dem Nichts dunkle Klanglandschaften entstehen lassen.

Daran ist nicht unwesentlich Mastermind Peer Lebrecht verantwortlich, denn dessen charismatische Stimme verleiht dem Sextett bereits beim eingängigen „Devil“ die nötige Tiefe, nachdem die düstere Piano-„Prelude“ verklungen ist. Mit viel Drive schließt sich „Torment“ an und auch „Venegeance“ weiß mit an NEW MODEL ARMY erinnerndem Gitarrengeschrammel zu überzeugen. Ein wenig abseits der bekannten Goth-Rock-Pfade bewegt sich auch das verquere „Heart’s Corrosion“, doch „Prudence“ kehrt mit temporeichen Rhythmen zum Dunkelrock alter Schule zurück, bevor „White Days“ vom Gas geht und man fast zu schunkeln beginnen möchte. Ehe es dazu kommt, geht „Lithium“ wieder in die atmosphärischen Vollen und auch das schwungvolle „Pieces“ dürfte das Herz eines jeden rockenden Schwarzkittels erfreuen, der in seinem Plattenregal Alben der SISTERS oder von THE MISSION stehen hat. Wabernde Slow Motion mit partiellen Beschleunigungen beschert derweil „(The Lights of) Venus“, während das Klaviergeklimper von „Animae“ verstörende Traumwelten entstehen lässt. „The Happy Losers Sweet Delusions“ ist eine Huldigung an die Anfangstage der Kapelle, die 1998 aus der Taufe gehoben wurde, bleibt aber auch Ende 2012 absolut hörbar und up to date, was in gleichem Maße für den Titeltrack „Riot“ gilt, der die Langrille mit viel Spannung enden lässt.

Das Rad haben die GOLDEN APES mit „Riot“ erwartungsgemäß nicht erfunden. Aber sie haben einmal mehr soliden Goth Rock mit einer erkennbar eigenen Handschrift abgeliefert, der den Sound der Berliner zweifellos hörenswert macht. Kraftvolle Langäxte treffen einmal mehr auf melancholische Vocals und elegische Klangwelten zwischen Wahn und Wirklichkeit. Damit sollte die gotische Gemeinde durch die dunkle Jahreszeit kommen.

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