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:GOLGATHA: - Sang Graal

VN:F [1.9.22_1171]
Artist :GOLGATHA:
Title Sang Graal
Homepage :GOLGATHA:
Label COLD MEAT INDUSTRY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.8/10 (10 Bewertungen)

Sang Graal – Der Heilige Gral. Ursprung unzähliger Mythen und Legenden. Am bekanntesten sicherlich die Artussage, die gemeinsame Suche der Tafelrunden-Ritter nach dem Gefäß, welches das unter dem Kreuz vergossene Blut Jesu Christus enthält. Allerdings finden sich auch keltische oder orientalische Interpretationsansätze, die weit vor der christlichen „Vereinnahmung“ des Kult-Gefäßes liegen. Darauf weisen die Protagonisten vorliegender VÖ im Booklet des blass-grünen Digis auch ausdrücklich hin. Dabei handelt es sich um 2 CMI-Vorzeigeformationen: Die deutschen :GOLGATHA:, fast Shooting Stars der Szene zu nennen, die ihren Sound bereits auf „Tales of Transgression…“ deutlich organischer gestalteten (im Vergleich zu den Frühwerken) sowie das Französische Dark Ambient Projekt DAWN & DUSK ENTWINED. Beide gingen für den kompositorischen Prozess zwischen 2006 und 2007 eine Art Symbiose ein, gestalteten also alle Titel wirklich gemeinsam im Gegensatz beispielsweise zur „Satyriasis“ Split. Ergebnis: Ein Konzeptalbum eben über jenen titelgebenden Gral, das viele verschiedene historische Facetten beleuchtet.

Abwechslungsreichtum und Atmosphäre sind 2 Begriffe, die im Zusammenhang mit „Sang Graal“ fallen müssen. Elemente aus den Bereichen Neoklassik, Military, Folk und (Dark) Ambient werden vielschichtig miteinander verwoben, um den Stücken immer wieder neue Betonungen bzw. Wendungen zu geben. So wirkt der „Heretic Prayer“ tatsächlich wie ein unheilvolles Gebet, welches direkt den Omen-Filmen entliehen zu sein scheint. „What the Thunder said“ intoniert dumpfes Donnergrollen. “The Messiah” enthält neben pathetischen Klängen, die direkt einem Sandalenstreifen entlaufen sein könnten, als einziges Lied richtigen (männlichen) Gesang. Stimmungsvoll aber nicht perfekt intoniert. Der Soundtrack Gedanke drängt sich generell häufig in den Vordergrund, was auch dazu führt, dass man das Liedgut lieber als Ganzes goutiert, denn in kleinen Happen. Nur so wird der Spannungsaufbau offensichtlich, der Übergang von zerbrechlich-intimen Momenten (das Streichinstrument!) hin zu Pomp und dem musikalischen Spiel mit den Muskeln. Ausnahme ist das wunderbare „Crusade“ mit den wirbelnden Akustikgitarren und den Spoken Words, das augenblicklich zum tanzen und träumen einlädt, was eigentlich im Widerspruch zur Schlachtenthematik steht.

Fast erwartungsgemäß bei der Ausgangsposition erfüllen die musikalischen Handlungsträger hier höchste Ansprüche in punkto Lyrik und Klanggewalt. Allerdings sollte man auch genügend Zeit mitbringen, um das Kopfkino richtig wirken zu lassen. Wobei natürlich das absolute Nonplusultra in Sachen Gralsbewältigung nicht erreicht wird… „Monty Python and the Holy Grail“

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