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GOLGOTHA - New Life

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Artist GOLGOTHA
Title New Life
Homepage GOLGOTHA
Label METAL AGE
Leserbewertung
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Sie einer an. Vor über 10 Jahren wurde ich während eines Urlaubs auf der Ballermann-Insel in der hiesigen Metal-Kneipe “Excalibur” auf den Song „Lake of Memories“ dieser spanischen Doomster aufmerksam, worauf mir die Betreiber auch gleich das „Melancholy-Album“ in die Hand drückten. Viele Jahre später und fast ein dreiviertel Jahr nach dem Release in ihrem Heimatland ist nun das neue Album von GOLGOTHA auch hier zu haben. Passenderweise ist auf diesem Werk sogar eine 2005er Version des von mir erwähnten Tracks enthalten. Dazu aber später mehr.

Locker 7 Jahre sind seit „Elemental Changes“ vergangen, und so wirklich viel hat sich im Sound der Spanier nicht getan. Wuchtige Midtempo-Walzen mit eingängigen Lead-Melodien und den gurgeligen Vocals von Dave Rotten. Mit „Forever Gone“ ist den Jungs (Live von einem Mädel am Bass unterstützt) ein richtiger Ohrwurm gelungen, welcher durch seinen einfachen aber wirkungsvollen Refrain gut hängen bleibt. Auch die weiteren Tracks gehen schnell in die Gehörgänge, wobei aber wenig Variationen festzustellen sind. Die Lead-Melodien ähneln sich doch schon sehr, und auch die Vocals klingen über die 45 Min. doch recht gleich. Dazu bleibt der Aufbau Riff – Lead-Melodie – Ruhiger Part mit Keys-Untermalung – Refrain bei jedem Song gleich und birgt keinerlei Überraschung. GOLGOTHA wissen nach all den Jahren um ihre Stärken und besinnen sich darauf, anstatt die Risiken einer Weiterentwicklung einzugehen. Damit bringen sie ein gutes und solides Album an den Start, welches aber sicherlich kein Meilenstein in Sachen Doom Metal wird. Den persönlichen Meilenstein hat man dagegen mit dem schon erwähnten „Lake of Memories“ vor mehr als 10 Jahren gelegt. An dieses Meisterwerk der Doom-Kunst ist die Band nie wieder herangekommen, und auch auf „New Life“ ist dieser Track einfach das NonplusUltra. Atmosphärischer Synthi-Einstieg, melancholische Lead-Gitarren und selbst die sonst recht eintönigen Vocals klingen hier noch eine Ecke düsterer. Dazu groovige Riff-Walzen und die immer wieder eingeschobenen schleppenden Parts mit Piano-Klängen machen „Lake of Memories“ einfach zu dem besten Song von GOLGOTHA und einem der besten im Doom überhaupt. Und dies zeigt auch wiederum ganz klar die Grenzen der Band auf. Denn in all den Jahren seit dem „Melancholy“-Album ist halt keine große Entwicklung zu erkennen. Zwar ist „New Life“ mit seinem gelungenen „Forever Gone“ sicherlich ein Anspieltipp für alle Doomster, aber bei weitem keine Offenbarung, wie damals „Melancholy“.

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