Band Filter

GOTHMINISTER - Anima Inferna

VN:F [1.9.22_1171]
Artist GOTHMINISTER
Title Anima Inferna
Homepage GOTHMINISTER
Label DANSE MACABRE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

„Anima Inferna“, die Seele, die in der Hölle geboren wurde. Nun ja, ganz so diabolisch wirkt der gute GOTHMINISTER aka Bjørn Alexander Brem nicht auf mich (der hier artworktechnisch ein wenig auf „The Crow“ macht), wenngleich er nun erstmals auf einem (dunklen) Genre-Label veröffentlicht. Ironie des Schicksals, dass er sich mit seinem aktuellen Werk weiter weg von gothischen Elementen denn je zuvor bewegt. Stattdessen lässt er immer deutlicher seine Wurzeln durscheinen, die im Bereich Power Metal liegen, möglicherweise ergänzt um das Adjektiv „symphonisch“. Diese Entwicklung war ja auch beim 2008er-Vorgänger „Happiness in Darkness“ zu spüren, der mich alles in allem eher kalt ließ.

Anno 2011 ist die Produktion natürlich wieder äusserst fett, die Riffs sägen sich ins Hirn – und das nur relativ selten in RAMMSTEINiger Manier wie bei der Single „Liar“, die diesbezüglich nicht unbedingt repräsentativ ausfällt. Stattdessen fast klassische Metal-Kompositionen (archetypisch der Opener „Stonehenge“) mit einem starken Hang zu Bombast und Theatralik, diesbezüglich ist sich der GOTHMINISTER treu geblieben. Was übrigens auch die relative Nähe in Punkto Attitüde von Gothic und zumindest traditionellem Metal verdeutlicht. Aber nicht abschweifen: Stimmlich wird wieder überwiegend düster gegrollt und geknurrt, darf man mögen, muss man aber nicht. Dazu kommen hin und wieder höher gesungene Parts und einige weibliche Chöre („The Beauty of Fanatism“), welche den epischen Faktor noch etwas erhöhen. Das alles auf einem soliden Level, ohne wirkliche Aha-Effekte, was sich aber im Grunde durch die gesamte GOTHMINISTER-Discographie zieht. Ebenso wie die kurze Spielzeit, auch „Anima Inferna“ enthält bei gut 40 Minuten Material quasi 2 Outros und am Ende einen Remix von „Liar“, der sehr elektronisch und clublastig daherkommt. Eigentlich schon DAS Highlight der Scheibe.

Da müsste sich jeder bisherige Anhänger des Evil Politikers wieder gut unterhalten fühlen, so denn er ausreichend Metal-affin ist, reine Anhänger tosenden Hartstahls sollten auch mal reinhören, das elektronische Fundament dürfte nur absolute Puristen stören. Alles ganz nett aber kaum essentiell.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

GOTHMINISTER - Weitere Rezensionen

Mehr zu GOTHMINISTER