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GRAND MAGUS - The Hunt

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Artist GRAND MAGUS
Title The Hunt
Homepage GRAND MAGUS
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.6/10 (123 Bewertungen)

Ihr mittlerweile bereits sechstes Album veröffentlichen die Schweden GRAND MAGUS dieser Tage. Anlässlich der Rezension habe ich noch einmal in die Kritik der letzten Scheiblette „Hammer of the North“ reingelesen. Das Verblüffende: ich könnte den Text fast wortgleich erneut verfassen und an die geschätzte Terror-Redaktion schicken. Auch „The Hunt“ kommt nämlich anfänglich wie ein rechtes Mauerblümchen daher, das man sich ein klein wenig schön saufen muss. Staubtrocken kommen die einzelnen Songs rüber, der Spektakelwert ist schon unter Kellerniveau, nichts scheint zunächst dazu zu motivieren, die Repeat-Taste zu drücken. Erneut – wie schon 2010 – überkommt einen spontan der „Sünde!“ Gedanke. Wie können die so unprätentiös Musik machen. Und das in unserer Zeit, wo alle 10 Tage neue Metal Sensationen aus dem Anti-Kosmos hochschießen (oder auch aus den finstersten, düstersten, heißesten Dunstkreisen des Gegenparadieses).

Gänzlich gepflegt scheint das den Schweden am Allerwertesten vorbei zu gehen. Sie wissen um eines: ihre Songs sind echte Grower; sie wissen um ein anderes: die Fangemeinde weiß das auch. Also lässig ein Flüppchen gedreht, ein Kaltes mit blonder Seele geöffnet und dann mit ein bisschen mehr Volume locker rein laufen lassen. Und so nimmt man dann Kontakt auf zu kleinen Gassenhauern wie dem Opener „Starlight Slaughter“, kleines akustisches Gedudel und dann wird auch schon straight losgerifft. Einsatz Jannes typisches Timbre, das Tempo gewohnt mittelschnell, und es wird auch keine Zeit verschwendet, bis es zum ersten kurzen Refrain kommt (das alte Motto ist bekannt: „Don’t bore us, bring us to the chorus!“). Strophe, Chorus, Solo, Bridge, Chorus und aus. Kann Musik anno 2012 so einfach sein? Darf sie es? Als kleine Entscheidungshilfe: rocken tut das Teil, ohne Zweifel.

Ähnliches gilt auch für „Sword of the Ocean“, „Valhalla Rising“, „Storm King“ und wie sie alle heißen. Alles in Butter also auf dem Nordlandkutter? Halb. Ein wenig sedierend wird es mit der Dauer schon, wenn GRAND MAGUS einen Mitsingheuler nach dem anderen und alle im Midtempo servieren. Mit zunehmender Dauer vermisst man Kreativität, Abwechslung und auch Risikobereitschaft. Erst zum Schluss des Albums bekommen wir auch Variationen zu hören: das ist die schöne und melancholische Ballade (ja wirklich!) „Son of the last Breath“ und da werden mit den beiden Schlussknallern „Iron Hand“ und „Dragsadd“ auch mal die Bremsklötze zur Seite geschoben. Chapeau, so hörte man die Band gerne öfter. So bleibt schließlich ein durchwachsenes Album, das zwar nie schlecht ist, aber bei GRAND MAGUS Weiterentwicklung noch unter AC/DC-Niveau zeigt. Zumindest ich hätte mir das bei einer so talentierten Combo schon anders gewünscht.

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