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GRAND ROSES - Disease

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Artist GRAND ROSES
Title Disease
Homepage GRAND ROSES
Label NOISOLUTION
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Ursprünglich wollten GRANDE ROSES mal Country machen. So sind sie vor neun Jahren zumindest gestartet – und ziemlich weit vom Weg abgekommen. Aber das ist ohne Belang, denn der Fünfer aus Stockholm macht jetzt derart straighten Rock’N’Roll, den man sich treibender und dreckiger gar nicht wünschen kann. Dabei stand „Disease“ zunächst unter keinem guten Stern. Beim Major EMI wurde zwar eine EP veröffentlicht, doch zwei Wochen bevor die Aufnahmen zur aktuellen Langrille beginnen sollten, war Essig mit dem Plattendeal. Die Schweden trugen es mit Fassung, reduzierten ihre Studiotage von 14 auf vier und mixten bei einem Freund zu günstigen Tarifen.

Geschadet hat es der Mucke nicht – im Gegenteil, wie sagt Frontmann Göran Anderson so schön: „So, thank you EMI, and go to hell. This album is the result of hard work, blood and pure rage.“. In diesem Sinne legen die Herrschaften mit dem Titeltrack „Disease” auch gleich einmal mit viel Tempo und ohne jeden Schnörkel los. Die Richtung für die kommenden gut 33 Minuten ist klar: es geht ohne Umwege nach vorn und auch „Bullets“, das mich ein wenig an die Kollegen von NEW MODEL ARMY erinnert, macht keine Gefangenen. Das druckvolle „Radio Heartbreak“ beißt sich direkt im Ohr fest und bringt den Kopf zum Nicken und den Fuß zum Wippen, ehe „Sold Out Our Time“ lange Anlauf nimmt, um am Ende wieder in die Vollen zu gehen. „Your Never Gonna Change“ taucht düster am Horizont auf und baut eine gewaltige Spannung auf, die sich schließlich im folgenden „As The Poison It Is“ hochenergetisch entlädt. „Love In Reign“ ist ein weiteres gutes Beispiel für den ebenso einfach gestrickten wie überzeugenden Garagenrock der Skandinavier, die mit „Waiting For The Night“ wieder aufs Gas drücken. Mit eingängigen Gitarrenhooks setzt „Sunken Ship“ den Rock-Trip fort, der mit dem rhythmusbetonten „Yours“ auf der Zielgerade ankommt.

GRANDE ROSES verzichten bei ihrem Debüt auf unnötigen Chi-Chi und setzen stattdessen auf zeitlosen Rock’N’Roll nordischer Prägung. In der Garage des Quintetts steht zweifellos nichts herum, was nicht auch wirklich benötigt wird, aber wenn die Jungs anfangen zu werkeln, dann mit Herzblut und Atmosphäre. Und wenn’s in der Garage zu eng wird, dann geht’s eben ins Stadion, da fühlen sich GRANDE ROSES mit Sicherheit nicht minder wohl.

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