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GRAVE - Fiendish Regression

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Artist GRAVE
Title Fiendish Regression
Homepage GRAVE
Label CENTURY MEDIA
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Es sind die alten Herren des schwedischen Death Metal, welche anno 2004 wieder zu den Sternen greifen. Nachdem UNLEASHED und vor allem DISMEMBER gute bis sehr gute Alben abgeliefert haben, ist es nun an der Zeit wieder ein paar Klängen aus dem Grab zu lauschen. Auf dem sechsten Album, der zweiten Comeback-Scheibe nach dem programmatisch betitelten „Back from the Grave“ (2002) gibt es 2 wesentliche neue Aspekte im GRAVE-Kosmos zu vermelden. So nahm man tatsächlich nicht mehr im geliebten Sunlight Studio auf und wechselte zur Tägtgren-Konkurrenz ins Abyss, außerdem angelte man sich einen neuen Drummer. Das führt zu folgenden Ergebnissen: Der Sound wirkt natürlich fett und drückt wie Sau, lässt aber vielleicht ein wenig den alten Charme missen. Und der neue Mann hinter der Schießbude – Pelle Ekegren von COERCION – sorgt für ein wesentlich variableres Fundament der altbekannten Death-Granaten. Ekegren ersetzt somit Jensa, der laut Rest der Band schon länger nicht mehr bei der Sache und für spieltechnische Höhenflüge wohl auch nicht geeignet war. Schon auf der etwas unglücklich verlaufenen „Bonded by Metal“-Tour Ende 2003 saß der neue Knabe hinter den Fellen. Unglücklich natürlich von Seiten des Veranstalters, nicht wegen GRAVE, die motiviert bis in die Haarspitzen waren, wie ich selber in Essen feststellen durfte.

Nach einem leicht SLAYEResken Intro geht es in die Vollen, was bei GRAVE vor allem eine stattliche Anzahl von Midtempo-Granaten bedeutet. Doch oh Wunder, es wurden dieses mal auch ein paar Blast Beats und vertrackte Rhythmus-Parts integriert, Pelle sei Dank! Ein Track wie „Breeder“, der mit MORBID ANGEL-mässigen Riffs beginnt, um dann richtig durchzustarten, wirkt auf den ersten Blick beeindruckend. Auch „Awakening“ und „Inner Voice“ grooven höllisch, bevor es dann mit „Bloodfeast“ richtig flott zur Sache geht. Vielleicht fehlen die absoluten Übersongs, aber ich habe schon lange nicht mehr so viel Qualität aus dem Hause Lindgren & Co. gehört, man will es anscheinend noch einmal wissen. Vor allem kann man die CD ohne Ausfälle wunderbar hintereinander weg hören.

Neben dem morbiden aber klasse gezeichneten Artwork (Wisnieswki) möchte ich auch noch auf die Limited Edition hinweisen, welche ein SAINT VITUS Cover („Burial at Sea“) sowie eine Neuinterpretation des bandeigenen Klassikers „Autopsy“ enthält. Insgesamt richtig klassischer Old School Death Metal mit ein paar modernen Elementen von Experten des Genres gespielt. Kann man sich wunderbar in seine Sammlung stellen!

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