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GREEN LIZARD - Las Armas del Silencio

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Artist GREEN LIZARD
Title Las Armas del Silencio
Homepage GREEN LIZARD
Label I SCREAM RECORDS
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Eidechsen sind dafür bekannt, dass sie schon einmal ihren Schwanz abwerfen, um bei Gefahr ihr Leben zu retten. Für GREEN LIZARD war es offensichtlich an der Zeit, ihr altes Label abzuwerfen, um unter den Fittichen von I Scream Records eine internationale Vermarktung anzustreben. Mit Clif Norrell (Produzent von R.E.M., FAITH NO MORE, NO DOUBT, WEEZER) wurde zudem wiederholt eine bekannte Größe mit ins Boot geholt, um das vierte Album „Las Armas del Silencio“ abzumixen.

Die Bemühungen könnten sich durchaus auszahlen, denn die neue Scheibe ist ein Pfund, mit dem GREEN LIZARD sich bestens gegenüber den amerikanischen, punkigen Rockbands behaupten können, die auf der anderen Seite des Teiches wie Pilze aus dem Boden sprießen. Das Tempo, das die Niederländer vorlegen, lässt sich sehr gut mit Textzeilen wie „Today we’re marching over everyone! We take no prisoners we take no slaves!“ aus dem Song “All you have” beschreiben. Es wird von Anfang an gewaltig gerockt. Die gefällige Stimme von Remi Tjon Ajong thront zuverlässig über den Melodien und lädt zum Mitsingen ein. Elf der Zwölf Stücke sind durchwegs hochwertige Gassenfeger, die auf jedem Konzert zu exzessiven Spring- und Mitnickorgien führen sollten. Demnach genau passend für den kommenden Festivalsommer. Erst mit dem letzten Lied wird eine nachdenkliche und langsame Nummer präsentiert, die sehr feuerzeugtauglich ist.

Beschweren möchte man sich höchstens über die magere Spielzeit von nicht einmal 38 Minuten. Hier wäre es wirklich nicht notwenig gewesen, sich an den amerikanischen Vorbildern (man denke an THE OFFSPRING…) zu orientieren. Da aber zumindest kein überflüssiger Füllstoff vorhanden ist, sollte man diesen Mangel ausnahmsweise mit einem leisen Grummeln abtun. Besser eine kurze CD, bei der man einmal richtig bis zum Ende abrocken kann, als eine lange Scheibe, bei der man versucht ist, jedes zweite Lied zu überspringen. Aus diesem Grunde sei die Platte dann doch wärmstens empfohlen.

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