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GRENDEL - Harsh Generation

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Artist GRENDEL
Title Harsh Generation
Homepage GRENDEL
Label INFACTED RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.8/10 (6 Bewertungen)

Nach der unglückseligen Aktion an der kanadisch-amerikanischen Grenze (er wurde wegen angeblich extremistischen Materials 2 Tage unter Arrest gestellt) kann sich der gute Jos nunmehr musikalisch wieder ins Gespräch bringen. Und er tut dies auf einem neuen Label, ein beachtenswerter Wechsel von NoiTekk hin zu Infacted, wo GRENDEL auf jeden Fall zu den härteren Krachmachern gehören. Passend dazu auch der programmatische Titel: Harsh Music for a „Harsh Generation“, auf jeden Fall aber für alle Liebhaber tanzbaren Electros jenseits von Future oder Synthie Pop. Den mit der „Soilbleed“-EP eingeschlagenen Weg führt das Projekt nunmehr konsequent und noch durchdachter fort. Leider nur unwesentlich länger, ganze 39 Minuten dauert der „Generationen-Konflikt“, abzüglich In- und Outros letztendlich 8 richtige Tracks.

Die haben es aber durchweg in sich: Was GRENDEL hier an griffigen Tanzflächenknallern aus den schwarzen Ärmeln schüttet, ist fast lehrbuchhaft zu nennen. Zu keiner Sekunde innovativ – aber zu jeder extrem mitreißend! Da wären als Elemente der verzerrte aber gut in den Sound eingearbeitete Gesang zu nennen, die harten Beats, die unnachahmlich treibenden Melodien. Und Jos versteht es wie kaum ein zweiter, Samples sinnvoll in die Kompositionen einzuarbeiten, nicht nur als stupide Anreißer sondern in die Refrains integriert, wie beim absoluten Knaller „Hate this“ – sehr passender Name auch. Auf demselben Niveau agiert auch der Titelsong, den man so schnell nicht mehr aus Kopf und Beinen bekommt. Aber auch die restlichen 6 Brecher fallen nur unmerklich ab, man meint zwar einige Parts schon oft vernommen zu haben, in ihrer Gänze wirken die Lieder aber taufrisch. Ein wenig aus dem Rahmen fällt lediglich „B.A.A.L. (Deliver me)“, das mit Ethno-Elementen spielt und eine sphärische Frauenstimme auf den Synthies tanzen lässt.

Es gibt also außer der Spielzeit kaum etwas zu meckern und auch dafür gibt es eine Lösung: Man hole sich einfach die sehr gut aufgemachte Limited Edition mit 10 Remixen von Könnern wie SOMAN (Kolja hat die Scheibe auch gemastert), AMDUSCIA oder X-FUSION, die natürlich ihre bekannten Trademarks einbringen. Mit „Harsh Generation“ hat GRENDEL ein Mörderwerk abgeliefert, an dem sich alle Kollegen für die nächste Zeit orientieren dürfen. Fett!

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