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GWYDION - Horn Triskelion

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Artist GWYDION
Title Horn Triskelion
Homepage GWYDION
Label SMPRECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Das Viking/ Pagan Metal Subgenre boomt ohne Ende und die Flut von Veröffentlichungen entsprechender Tonträger reißt nicht ab. Ein großer Teil der Wikinger- und Heiden-Bands kommt meist aus Skandinavien… oder aus deutschen Landen. GWYDION hingegen sind so etwas wie Exoten des Genres und stammen aus Portugal. Ob man auch mit Portwein statt mit Met im Trinkhorn gehörig rocken kann, soll nun „Horn Triskelion“, das zweite vollständige Album der Formation zeigen.

Was zuerst auffällt, ist die etwas dumpfe und drucklose, leider auch ein wenig verwaschene Produktion. Das wirkt sich zwar nicht wirklich auf den Hörgenuss des Albums aus, ist aber dennoch weniger schön. GWYDION gehen weniger episch zu Werke als Genrekollegen wie z.B. MANEGARM, sondern orientieren sich eher am partykompatiblen Sound von Bands à la ALESTORM, an die sie recht häufig erinnern, oder an die „gutlaunigen“ FINNTROLL Stücke. Dabei geht man zwar recht stilsicher zu Werke, wirkt aber wenig authentisch. Vielleicht ist es ein Problem der Mentalität der Südländer, aber das pathetische Feeling ihrer nordischen Kollegen können GWYDION nicht hervorrufen. Ansonsten machen die Herren ihre Sache durchaus ordentlich, klingen aber etwas uninspiriert und wirken leider wie Nacheiferer. Ihre stärksten Momente haben sie immer dann, wenn sie richtig fröhliche Lieder anstimmen, die zum Met-Ausschank einladen, oder sich vom Frauengesang unterstützt elegisch geben.

In die vordere Liga des Genres werden die Portugiesen definitiv nicht vorstoßen, dafür mangelt es ihnen an Substanz und Identität und dafür ist ihr Songmaterial zu wenig spektakulär. Im Mittelfeld kann man sich aber schon sehen lassen, ohne Prügel zu bezeihen. Wer Lust auf eine so richtig versoffen klingende CD im Stile oben erwähnter ALESTORM hat, die eine Menge gute Laune versprüht, der sollte Songs wie „Mead Of Poetry“, welches für mich das absolut herausragende Stück des Albums ist, mal eine Chance geben. „Horn Triskelion“ ist ein durchschnittlich gutes Werk geworden, über dessen Kauf man sich nicht ärgern wird. Wer es allerdings nicht kennt, der hat auch nichts versäumt.

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