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H-BLOCKX - HBLX

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Artist H-BLOCKX
Title HBLX
Homepage H-BLOCKX
Label EMBASSY OF MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.0/10 (15 Bewertungen)

22 Jahre H-BLOCKX! Wer hätte damals im beschaulichen Wolbeck zu Münster ahnen können, dass auch im neuen Jahrtausend zumindest national eine unbestreitbare Macht aus Westfalen hinter den Instrumenten steht? Mag der eine auch etwas fülliger oder der andere etwas unbehaarter geworden sein, die Zeiten von simpler Crossover-Effekthascherei sind lange vorbei. Live ist man eh eine Macht, warum dann nicht mal wieder richtig Bock auf ein neues Studio-Werk haben? Immerhin 5 Jahre nach dem sehr ordentlichen „Open Letter To A Friend“. „HBLX“ klingt irgendwie monumental, wichtig, als ob man 2012 ein bedeutsames Statement abgeben möchte. Dabei bezieht sich der Titel vor allem auch auf die Beschriftung von alten Tonbändern. Dennoch: man möchte wieder mitmischen, mit neuem Elan und neuer (Indie-)Plattenfirma in der Hinterhand.

Der Einstieg mit dem Doppel „Hi Hello“ und „Gazoline“ gelingt schon mal, die Teile knarzen, gehen mit ordentlich Druck nach vorne, klingen vergleichsweise dreckig. Dann ein erster Stilbruch, „Can’t get enough“ ist ein entspannter Kiffer/ Crossover-Track mit Loops und unübersehbarer FUN LOVIN‘ CRIMINALS-Attitüde. Ok aber nicht bahnbrechend. Dafür dann aber „Footsteps on the moon“: Klasse Refrain, der bestens mit dem hektischen Sprechgesang in den Strophen funktioniert, sollte ein Knaller im Live-Set werden. Es folgen ein leidlich okayes RHCP-Rip off („Love can’t say“), ein grooviger Disco Song (eben „I want my Disco“) und ein entschleunigter Abgang mit „Headache remains“. Dazwischen einige weitere, grundgut gelungene Rocker, mal mit Elektronik garniert, dann wiederum mit leicher BEATLES-Schlagseite.

So variabel hat man die Blockxer selten gehört, ist das die sogenannte Altersweisheit? Ob entschleunigte Passagen, Groove Parts oder „dreckige“ Rocker, das alles passt wie Hennings Arsch auf Eimer, wer sich da noch über die teutonische Aussprache mokiert, darf gerne zu Arte wechseln. Mag vielleicht auch der rote Faden ein wenig fehlen, fast über die ganze Zeit zeigen die 4 Herren, welche musikalische Relevanz man ihnen nach ihrer längeren Pause immer noch zubilligen muss. Trotz so mancher Unkenrufe von den billigen Plätzen…

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