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H.I.V.+ - Rotten Beat Manifesto

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Artist H.I.V.+
Title Rotten Beat Manifesto
Homepage H.I.V.+
Label BLACK FLAMES RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Liest man die Biographie von Pedro Penas Y Robles, dem Mastermind von H.I.V.+, bekommt man gleich den Eindruck, es mit einem Musikbesessenen zu tun zu haben. Nicht nur, dass er seit vielen Jahren als DJ und Organisator von mehr als 150 Events sein Unwesen treibt, auch widmet er sich seit dem Jahre 2000 der Erschaffung eigener musikalischer Sphären. Bisher hat er drei Alben herausgebracht. In seiner langen Karriere hat er mit vielen Leuten aus der Industrial- und Technoszene zusammengearbeitet: IMMINANT STARVATION, DIVE, LAURENT GARNIER und JEFF MILES, um nur einige zu nennen. Dies wirkt sich auch auf H.I.V.+ und seine Nebenprojekte, wie z.B. L´AGE D´OR aus, immer hat er einige Bands bzw. Künstler bei der Erschaffung mit an Bord.

„Rotten Beat Manifesto“ ist nun seine erste Veröffentlichung auf dem kleinen polnischen BLACK FLAMES Label. Auch hier bietet er auf 12 Tracks melodiösen und straighten Industrialsound. Der Opener „Introduce the Virus“ könnte gleich als Programm bzw. Ouvertüre für die rund sechzig folgenden Minuten stehen, sehr ruhiger Beginn, jedoch schon einige schräge Ideen und Sounds eingebaut. „Testament“ setzt diese Idee zunächst fort, um dann in einen typischen treibenden Industrialsound überzugleiten – Ebenso gestrickt einer der meiner Meinung nach stärksten Tracks dieses Albums: „Taliban´s Law“. Den Tanzflächenkompatibelsten Song liefern aber BAK XIII mit ihrer Interpretation des Songs „Illegal Tanz“ ab, er bietet eine eingängige Basslinie, gönnt einem kaum wahrnehmbare Breaks innerhalb des Tracks und hat den entsprechenden Groove. „Broken Childhood – Original“ sowie „Doors of Perception“ zeigen das spielerische Element von H.I.V.+. Zwei intensive, ein wenig Beklemmung auslösende Tracks, mit allerlei unterschwellig wirkenden Tönen, Stimmen und sakralen Klängen, im Stile alter DELERIUM Veröffentlichungen. Mit dem letzten Track auf diesem Album, wollte der gute PEDRO die Hörer wohl ein bisschen aufs Glatteis führen: Wenn ein Titel „Body Electric“ heißt, warum zur Hölle steht dann dort: „Tribute to NITZER EBB“ und nicht SISTERS OF MERCY??? Nun gut, der etwas ältere Electroniker erkennt gleich bei den ersten Klängen, dass es sich um „Let your Body learn“ handelt, im Original leider sehr kurz. Hier wurde diesem ohnehin energiegeladenen Track ein sehr geschicktes Industriallifting verpasst und kommt noch treibender rüber als das Original, halt „Body Electric“.

Wirklich ein rundum gelungenes Album, mit einer sehr geschickten Mischung aus treibenden Songs und ruhigeren Momenten. Wer übrigens über den Bandnamen stolpert: Die Abkürzung steht für „Harsh Industrial Virus“ und nicht für die gleichnamige Immunschwächekrankheit.

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