Band Filter

HÆCTOR - Modern Urban Angst

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HÆCTOR
Title Modern Urban Angst
Homepage HÆCTOR
Label DACHSHUND
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Gegründet im Jahr 2017, bilden HÆCTOR eine feste Größe in der Hamburger Musiklandschaft. Mit ihrem unlängst erschienenen Debütalbum „Modern Urban Angst“ wollen die vier Musiker*innen, die Bassistin Lena Schöllermann, der Sänger Martin Wendt, der Gitarrist Christopher Kellner sowie Drummer Christoph Rosemeier ihre Karriere festigen. Eine wachsende Fanbase können sie schon vorweisen. Etwa 20 Shows in Hamburg, unter anderem im Grünen Jäger und auf dem Spielbudenplatz, hat das Quartett bereits gespielt – leider hat die Corona-Pandemie auch sie ausgebremst. Ihren Stil beschreibt die Band so: ‚monumental elektrisierender Indie-Pop gepaart mit Euphorie und Melancholie‘. Die Band setzt gezielt auf knarzig-klangvolle Rhythmen mit feinsinnig-ätzender Zeitkritik, gepaart mit sympathisch-lässigem Humor und viel Zuversicht. Kurz: Sie spielen schonungslos zeitlose Hymnen.

Die bereits erwähnten Gefühle Euphorie und Melancholie ziehen sich dann auch in der Tat unüberhörbar durch die zehn Tracks, die in Gänze sehr eingängig und tanzbar ausgefallen sind. Die Synthies sind dabei durchgängig recht prägnant, aber auch die flirrenden Gitarren, die irgendwo zwischen CHRIS ISAAK und U2 anzusiedeln sind, haben ihren festen Platz im Soundkosmos der Hanseaten. Modern-knarzende Bässe runden das Klangbild ebenso ab wie Martins Gesang, der mühelos vom EDITORS-Bariton zur MUSE-Kopfstimme changiert (vgl. „A Whisper“ oder auch „My Strings“). Ein weiterer Anspieltipp ist die letzte Vorab-Single „Hearts“, das mit treibenden Beats die ganze Bandbreite des HÆCTOR-Styles präsentiert. Derweil zeigt „Chelsea“ sich von einer etwas rockigeren Seite, nachdem das emotionale „Edges“ den bunten Reigen vielversprechend und mit einer guten Portion Drive eröffnet hat. Etwas ruhiger, aber nicht minder hymnisch lassen es die Hamburger mit „Castles“ angehen und auf der Zielgeraden beweist „Your Darkness“ in gleichem Maße Feuerzeug- und Dancefloor-Qualitäten.

Mit diesem dargebotenen Mix wird der geneigte Hörer, die geneigte Hörerin von HÆCTOR dann auch zu keinem Zeitpunkt enttäuscht. Der Indie-Pop des Vierers geht einfach direkt in Ohr und Bein und macht Lust auf mehr. Deshalb wird „Modern Urban Angst“ auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig, sondern zur Heavy Rotation – insbesondere als musikalische Unterstützung bei nicht so beliebten Hausarbeiten…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu HÆCTOR