Band Filter

HAIGHT ASHBURY - Here In The Golden Rays

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HAIGHT ASHBURY
Title Here In The Golden Rays
Homepage HAIGHT ASHBURY
Label LIME RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.8/10 (4 Bewertungen)

In San Francisco gibt es eine Straßenkreuzung, an der treffen sich die Haight- und die Ashbury Street. Nach dieser Kreuzung ist der Stadtteil Haight Ashbury benannt, der in den Sechzigern Heimat einer ganzen Beatnik- und Hippie-Bewegung war. JANIS JOPLIN, die GRATEFUL DEAD und JEFFERSON AIRPLANE haben hier beispielsweise gewohnt. Und für drei Schotten war diese Ortsbezeichnung inspirierend genug, um die eigene Band HEIGHT ASHBURY zu nennen. Die Rede ist von drei Hippies aus Glasgow, dem Geschwisterpaar Kirsty (Bass & Vocals) und Scott (Gitarre & Sitar) sowie ihrer besten Freundin Jen (Percussion & Vocals), die mit hypnotischen zweistimmigen Gesängen und folkig-psychedelischen Gitarrenklängen auf sich aufmerksam machen.

Das Ganze klingt dann im Ergebnis, als seien VELVET UNDERGROUND die neue Backing-Band der MAMA & THE PAPAS, wenn JONI MITCHEL, JESUS & MARY CHAIN, CSN & Y und PENTANGLE gleichzeitig auch noch mitmischen. Auf diese Weise sorgte bereits die eindringliche Vorabsingle „Freeman Town“, mit der das Debüt „Here In The Golden Rays“ eröffnet wird, in Great Britain für Aufsehen und das völlig zu Recht. Der Psychedelic-Folk-Sound nimmt umgehend gefangen und gefällt in gleicher Weise, wenn die drei Protagonisten wie bei „Mothers Ruin“ ordentlich Druck machen oder es wie im Falle von „Molitof“ zunächst etwas ruhiger angehen lassen. „Sympathetic Strings“ klingt ein wenig nach Kinderlied auf der Sitar, während „Preacher“ trotz des glockenhellen Gesangs irgendwie dunkler daherkommt. Davon ist beim eruptiven „Alphalpha“ nicht mehr viel zu spüren und auch mit „Don’t Let Your Music Die“ geht es beschwingt weiter. Der „Favourite Song“ stellt knarrende Längäxte und eine stoische Rhythmusfraktion in den Mittelpunkt, ehe „Million Man March“ gutgelaunt übernimmt. „3 Little Birds“ hören sich mitsamt akustischer Gitarre besonders folkig an, wohingegen „Beauty“ wie „£ Song Suite“ wieder tiefer in psychedelische Sphären eintaucht.

Die Musik von HAIGHT ASHBURY hebt sich eindeutig von der großen Masse ab und steht für eine Art Wiederauferstehung der dunklen Seite der Flower-Power-Ära. Dabei gelingt des dem Trio, nicht einfach nur retro zu klingen, sondern ihrer Mucke einen ganz eigenen, zeitgemäßen Anstrich zu geben. Live sollen HAIGHT ASHBURY übrigens absolute Granaten sein und dann spielt Scott bestimmt auch seine zur Gitarre umfunktionierte Zigarrenkiste…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu HAIGHT ASHBURY