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HAKEN - The Mountain

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Artist HAKEN
Title The Mountain
Label INSIDE OUT MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (4 Bewertungen)

Drittes offizielles Album des Londoner Sextetts. Beinhaltet auf der normalen Version 9 Songs bei knapp über einer Stunde Spielzeit, bei der Limited kommen nochmal (von mir nicht gehörte) 2 Bonustracks dazu, was diese Edition auf 70min Länge streckt. Soweit die Eckdaten des direkten „Visions“-Nachfolgers. Aber kommt er an vorherige Glanztaten ran? Diese Frage stellte sich die Prog-affine Fraktion ja schon, als eben jenes „Visions“ dem für mich stärksten Genre-Release 2010 namens „Aquarius“ nachfolgte. Musste man damals leider verneinen (9.5 anstatt 10/10, denn so eine Götterscheibe muss man erst mal reproduzieren), heute kann man Ja und Nein sagen. Zumindest genauso Hammer wie „Visions“ ist „The Mountain“ auf jeden Fall, kann für mich aber auch wieder marginal nicht gegen den übermächtigen Schatten des Debüts (das 2007er Demo mal ausgeklammert) anstinken.

Was das von einem getragenen Intro eröffnete Album aber in keinem Fall auch nur ansatzweise schlechter macht oder gar die klar zu erkennende Klasse schmälern soll. Traumwandlerisch irgendwo zwischen YES, SPOCKS BEARD, ECHOLYN oder aber der UK-Überband (zumindest für mich) INME, um nur ein paar artverwandte Acts zu nennen, ergießen sich hier über die gesamte Spielzeit ein ums andere Mal immer spannende Klang-Gerüste, die fesseln, Spaß machen und am besten liegend mit Kopfhörer genossen werden sollten. So klingt Champions League im Prog-Rock im Jahre 2013… und nicht anders. Ob man jetzt kurze, eher rockige Tracks wie z.B. das in Richtung FAIR TO MIDLAND tendierende „In Memoriam“ anstimmt oder aber eher sich langsam aufbauende 8-10min Epen in bester 70ies Manier zelebriert, HAKEN bedienen beides sehr homogen und auf technisch hohem Niveau, und jenes bei einem gut ausbalancierten Sound, der jedem Instrument seinen Raum lässt und zu jeder Zeit rund und transparent klingt. Eine auditive Wohltat. Etwas zwiespältig leider die zweite Hälfte des Albums: Hat man dort mit „Falling back to Earth“ & „Pareidolia“ zwei je knapp 11min-Bretter am Start, die für mich mit zum stärksten Haken-Material EVER gehören und auch auf „Aquarius“ gut aufgehoben gewesen wären, gesellt sich als direktes Intermezzo zwischen den beiden mit „As Death embraces“ die einzige Enttäuschung dazu und auch der eher getragene 9min Rausschmeißer „Somebody“ fühlt sich nach den genannten Großtaten deplatziert an und entlässt zumindest mich leicht unbefriedigt.

Aber all das ist Jammern auf hohem Niveau, HAKEN spielen viele Genregrößen/ -Konkurrenten an die Wand und sind auch mit ihrem dritten Longplayer weiter eine feste Größe im oberen Drittel der Prog-Welt. Nun bitte als Headliner bei uns auf Tour gehen! DANKE! Anspieltipps: „In Memoriam“, „Falling back to Earth“ & „Pareidolia“

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