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HALO OF SHADOWS - Manifesto

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HALO OF SHADOWS
Title Manifesto
Homepage HALO OF SHADOWS
Label MASSACRE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (1 Bewertungen)

Finnland scheint ein gutes Pflaster zu sein, um neuen Bands im Bereich des melodischen Todesstahls eine Plattform inklusive Labelvertrag zu bieten. Und so sprießen immer wieder neue Melodic Metal und auch Melodic Death Bands aus dem Finnischen Boden und erfreuen uns mit ihrer Version von Melodie und brachialem Metal-Feingefühl. Das klingt jetzt etwas sarkastisch? Das mag wohl daran liegen, dass das mir vorliegende Material mich als Hörer daran grübeln lässt, aus welchem Grund manche Bands Verträge bekommen und andere wirklich gute Acts ewig versuchen mit Eigenproduktionen erfolgreich zu sein.

HALO OF SHADOWS bieten dem Hörer nichts wirklich Erfrischendes geschweige denn Originelles. Der so hoch gepriesene Mix aus DEATH, ARCH ENEMY oder auch KING DIAMOND ist mir die ganzen 44 Minuten leider auch nicht aufgefallen. Typisch kehliger Gesang, der in einigen Momenten dem Versuch cleaner Vocals weichen darf und Melodien, die es alle schon einmal in irgendeiner und oft auch besseren Form gab, prägen das Bild von „Manifesto“. Die Band versucht zwar mit variablem Spiel, Tempowechseln und guter handwerklicher Arbeit aus dem Rahmen zu fallen, jedoch nicht wirklich erfolgreich. Die angesprochenen Elemente wirken oft sehr gekünstelt und berechenbar. Irgendwie hat man so immer das Gefühl, zu wissen, was kommen möge. Darunter fällt leider auch das Keyboard bzw. der Keyboarder, welcher wohl noch nicht gelernt hat, wie man die Klangfarben ändert. Lediglich bei „Drowned in Ashes“ (wo wir beim Thema Klischee wären) fällt das recht angenehme Intro auf, welches mit Regen und Klavier daherkommt – böse Zungen könnten hier gleich einen Vergleich mit „November Rain“ von GUNS N’ ROSES ziehen –, aber schon kurze Zeit später wird dieser Aufschwung wieder mit typischem Riffing zunichte gemacht. Und da ich schon das Thema Klischee angesprochen hab, Titel wie „Ravenous Heart“, „Carved In Flesh“ oder auch „Eyes Of Faith“ begraben auch inhaltlich jede Form von Eigenständigkeit.

Klanglich und handwerklich gibt es allerdings nicht auszusetzen. Die Instrumente sind präzise und die Stimme kommt auch sauber aus den Boxen. Daher ist es wirklich schade, dass hier nichts geboten wird, was mir als Hörer auf Dauer zu gefallen weiß. Alltägliche Melodien und ideenlose Lyrics laden nicht wirklich dazu ein, diese CD noch einmal zu hören. Es gibt schließlich genug Bands in diesem Sektor, die ihre Hausaufgaben besser erfüllen und es somit wirklich verdient haben, gehört und gekauft zu werden.

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