| Artist | HAMMERCULT |
| Title | Steelcrusher |
| Homepage | HAMMERCULT |
| Label | SPV |
| Leserbewertung |
Quasi unbeachtet vom Gros der Metal-Szene kamen HAMMERCULT, um – ähnlich wie der barbarische Krieger auf dem charmant-klischeehaften Cover, das von Andreas Marshall gestaltet wurde – allen neuzeitlichen Retro-Thrash-Bands den ausgestreckten Mittelfinger zu zeigen, denn HAMMERCULTs „Steelcrusher“ ist… nun ja… echt kultig und voll der Hammer geworden!
Die israelische Band spielt auf ihrem zweiten Album gradlinigen, sehr aggressiven Thrash Metal, der ohne Schnörkel, aber mit unheimlich viel Energie und einem feinen Gespür für das richtige Quäntchen Melodie und Eingängigkeit daherkommt. HAMMERCULT sind wild, verzichten auf die nervige Coolness, die moderne Thrash Bands leider oft an den Tag legen und huldigen den alten Werten des Subgenres, ohne dabei altbacken zu klingen. „Steelcrusher“ ist ein Album, das einfach authentisch klingt. Neben dem tollen und spannenden Songwriting sind es vor allem die hysterisch-aggressiv gekeiften Vocals, die gelegentlich um fast schon todesmetallische kurze Grunzparts und Gang-Shouts à la S.O.D. und Holy Moses erweitert werden. Einen latenten DESTRUCTION-Einfluss können die Jungs auch nicht verleugnen, was ja nicht da schlimmste ist.
Fast über die gesamte Spielzeit wird ein wahres Thrash Metal-Feuerwerk abgebrannt, ohne dass es stumpf oder gar eintönig wird. Die gelegentlich eingestreuten, aus dem klassischen Heavy Metal entliehenen Elemente sorgen für zusätzliche Abwechslung, so dass hier nur eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen werden kann. „Thrash with Class“ hat man früher oft gesagt – das bringt es auf den Punkt. Kaufen!

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