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HANIN ELIAS - Get it back

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Artist HANIN ELIAS
Title Get it back
Homepage HANIN ELIAS
Label RUSTBLADE
Leserbewertung
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6.6/10 (8 Bewertungen)

Sieben Jahre war von HANIN ELIAS nichts zu hören. Ihre Auszeit verbrachte die Mitbegründerin von ATARI TEENAGE RIOT auf einer Südseeinsel. Die Berliner Kultband hat sich nach einer längeren Pause wieder zusammengefunden, allerdings ohne Elias. Und just ein paar Tage vor Veröffentlichung deren neuen Albums bringt HANIN ELIAS mit „Get it back“ ebenfalls eine neue Scheibe auf den Markt. Wenn das mal kein Zufall ist.

Bereits nach zehn Sekunden holt die Dame die Elektro-Punk-Keule raus und bläst dem Hörer ihre energische Stimme und fette Beats um die Ohren. Dabei scheut sie sich auch nicht, schmutzige Wörter in den Mund zu nehmen. Für ihre 39 Jahre beweist sie noch ordentlich Feuer. Mit an Bord sind zahlreiche Gastmusiker wie DIE KRUPPS-Gitarrist Marcel Degaz und TYING TIFFANY. Letztere trägt einen Remix zum Klassiker „Future noir“ bei, der auch aus der Feder von LADYTRON stammen könnte. Im Allgemeinen schaltet HANIN ELIAS nach den ersten Stücken in punkto Tempo einen Gang runter, um zum Ende jedoch wieder Vollgas zu geben. Das tut auch Not, um den Hörern einen Herzinfarkt zu ersparen. Aber sowohl die härteren Stücke wie „Get it back“ als auch die „ruhigeren“ wie „Melancolia“ sind extrem gelungen, und ein wahrer Genuss für das Elektro-Ohr und teilweise auch –tanzbein.

Geiler Hardcore-Elektro, Elektro-Punk und Indie-Rock. Eine gelungene Brücke zwischen dem von HANIN ELIAS gewohnten Hardcore-Style und neuen elektronischen Richtungen von Breakbeat bis Elektro-Pop. Für Fans von PZYCHOBITCH und Co. sehr hörenswert. Ihr ehemaliger Mitstreiter Alec Empire von ATARI TEENAGE RIOT dürfte sich ärgern, HANIN ELIAS nicht mehr mit im Boot zu haben.

Zusätzlich zu dem neuen Album holt HANIN ELIAS noch zum großen Rundumschlag aus. Da erscheint zeitgleich die „Get it back“-Bonus-CD, sowie die „Fatal Box“ in verschiedenen Ausführungen. Darauf sind unter anderem ihre beiden Vorgängeralben „No games no fun“ und „Future noir“ enthalten.

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