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HARD-FI - Killer Sounds

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Artist HARD-FI
Title Killer Sounds
Homepage HARD-FI
Label NECESSARY RECORDS
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Vier Jahre lang war es ziemlich still um die vier Jungs von HARD-FI, die mit ihrem Debüt „Stars of CCTV“ 2006 immerhin bis auf Platz 20 der deutschen Charts vorrückten und daheim in Great Britain sogar die Spitzenposition erobern konnten. Der Nachfolger „Once Upon A Time In The West“, der zwei Jahre später in die Läden kam, konnte an diese Erfolge zwar nicht anschließen – beschwerte dem Quartett aber den Top-Ten-Hit „Suburban Knights“. Die Macher des Discokugel-Dancefloor-Smashers „Hard To Beat“ (1,2 Millionen verkaufte Kopien) melden sich jetzt mit ihrem dritten Streich zurück, der auf den Namen „Killer Sounds“ hört und an dem HARD-FI bereits seit 2008 gearbeitet haben.

Und in diesem Fall stimmt auch der Spruch „Gut Ding will Weile haben“, denn das Warten hat sich gelohnt. Die Briten liefern tatsächlich einige echte Killer-Sounds ab, wobei die Vorab-Single „Good For Nothing“ als rhythmusbetonte Pop-Attacke daherkommt, ehe „Fire In The House“ funkelnde NEW-ORDER-Synthie-Klänge durch die Boxen jagt. Da steht dann auch bald kein Fuß mehr still und mit „Give It Up“ sind die Herrschaften endgültig im Tanzmodus angekommen. „Bring It Up“ hat ein klein wenig beim seligen MICHAEL JACKSON stibitzt, aber nur zwei, drei Gitarrenriffs, das geht schon in Ordnung und wird von Beduinen-Pop-Grooves abgelöst, die „Feels Good“ entfesselt. „Stop“ präsentiert sich als bunt schillernder Bubblegum-Song, während „Stay Alive“ als elektroinfizierter Stomper gefällt, der mit leichter Hand die schwere Erkrankung eines Freundes von Sänger Richard Archer thematisiert. Derweil kombiniert „Excitement“ GORILLAZ-Hoppelbeats mit eisigen GARY-NUMAN-Synthesen und der „Love Song“ propagiert den Inbegriff des rockenden Ibizas. Rau und verschwitzt tönt „Sweat“ vom Funk eines Herren PRINCE und den Donner-Riffs der WHITE STRIPES, bevor der Titeltrack „Killer Sounds“ auch ruhige Passagen mitbringt, wenn er nicht gerade dem Glamrock frönt.

Die jüngsten „Killer Sounds“ aus dem Hause HARD-FI laden zu einem schweißtreibenden Ausflug auf den Dancefloor ein und beweisen dabei enormen Abwechslungsreichtum. Dass dabei natürlich auch Anleihen bei Kollegen genommen werden, bleibt wohl im Jahre 2011 nicht aus. Das Rad kann halt nicht noch mal erfunden werden, aber wenn geschickt abgekupfert wird und auch immer noch eindeutig die eigene Handschrift zu erkennen ist, gibt’s wie im Falle von „Killer Sounds“ auch nichts zu meckern.

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