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HARDCORE SUPERSTAR - Dreamin’ in a Casket

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Artist HARDCORE SUPERSTAR
Title Dreamin’ in a Casket
Homepage HARDCORE SUPERSTAR
Label GAIN/ CARGO
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

In Schweden muss ein Frachtcontainer mit alten GUNS ’N’ ROSES Platten angespült worden sein, anders kann ich es mir nicht erklären, dass dort der Sleazerock so angesagt ist. Neben BROTHER FIRETRIBE sorgen auch HARDCORE SUPERSTAR mit ihrer mittlerweile fünften Langspielplatte für nicht enden wollenden Nachschub des althergebrachten Sounds. Darum die alten Lederjacken ausgepackt, das ausgewaschene „Use your Illusion“ Shirt übergestreift und auf geht’s…

Bei HARDCORE SUPERSTAR gibt’s keine Verschnaufpausen. Ein Dutzend riffgeladener, basstobender Rockröhren mit mehr 80ies Appeal als alte Miami Vice-Folgen. Gesanglich sorgt man ebenso für klare Fronten, da wird gekreischt, geplärrt und vor allem immer ordentlich Stimmung gemacht – Axl Rose würden Schamhaare auf der Zunge wachsen. „Need no company“ macht zwar auf halbstark, aber spätestens „Medicate me“ drückt glimmende Zigaretten auf dem Unterarm aus. Musik für harte Männer und solche, die es werden wollen, sind „Dreamin’ in a Casket“ & „Sophisticated Ladies“, die dabei an den abgekratzten SLAYER-Aufkleber am Schulranzen denken lassen. Melodische Riffs kreischen über den energischen Trommlereinsatz hinweg und man selbst findet sich nur allzu schnell im Karaokefieber wieder. Mit „Wake up dead in a Garbagecan“ und „This is for the mentally damaged“ versorgt man die ausgelaugten Jünger mit motivierendem, dynamischen Material. Textlich kommt man zwar sicherlich in kein Poesiealbum, gibt sich aber angenehm klischeebehaftet (höre „Medicate me“) und trägt so zur allgemeinen Hochstimmung bei. Dass es auch an Authentizität nicht fehlt, das beweist man nicht nur auf den Promofotos, nein – HARDCORE SUPERSTAR injizieren es auch noch dem Hörer.

Hoffentlich sorgen die Schweden nicht für eine neue Hair Metal-Erfolgswelle inklusive Dauergewellter Babyfaces, Aphrodisiakum fürs Genre sind Sie aber allemal. Selbst beim unbedarften Hörer sorgt das für Stimmung.

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