Band Filter

HARDINGROCK - Grimen

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HARDINGROCK
Title Grimen
Homepage HARDINGROCK
Label CANDLELIGHT RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Keine Frage, prangt ein “feat. Ihsahn” auf einem Album, kann es nur interessant werden. So hat der EMPEROR-Gitarrist/ Sänger sowohl mit PECCATUM als auch mit seinem Solo-Album „The Adversary“ mehr als eindrucksvoll sein vielfältiges Talent bewiesen. Nachdem Ihsahn schon bei PECCATUM mit seiner Frau (hier als Starofash aktiv) gearbeitet hat, haben die beiden sich für dieses Projekt den renommierten norwegischen Folk-Musiker Knut Buen ins Boot geholt, welcher für sein Spiel mit dem klassischen nordischen Instrument Hardingfiddle bekannt ist. Dies zusammen mit der metallischen Ausrichtung von Ihsahn ergibt logischerweise HARDINGROCK.

Mit „Daudingen“ geht es auch gleich im folkigen Stil los. Ruhige Melodien, norwegisch gesprochener Text, eine an den Akte X-Soundtrack erinnernde Synth-Melodie und Starofashs träumerischer Gesang bieten einen hypnotischen, verträumten Einstieg. Gleich darauf kracht „Fanitullen“ mit epischen Metal-Melodien und Ishahns Vocals in die vollen. Da hat man gleich mal klar gestellt, welche Einflüsse hier vorherrschen. Beim folgenden“Faens Marsj“ vermischt man dann die metallischen Riffs mit den folkigen Instrumenten zu einem pumpenden Folk Metal-Track. „Margit Hjuske“ geht als norwegisches Hörbuch durch, wieder mit der Erzählstimme vom Anfang bestückt und unterlegt mit Kirchengeläut, sowie einer leisen Piano-Melodie. Folglich kommen scheinbar ohne großen Plan aneinander gereiht Folk Metal-Stücke („Faen Pa Bordstabelen“), Prog Metal-Einlagen („Fossegrimen“) und auch wieder Erzähl-Teile („Grimen“) zum Zuge.

Im Grunde muss man sich allerdings fragen, ob es wirklich Sinn macht, solch eine Scheibe ausserhalb Norwegens zu veröffentlichen. Natürlich ist Ishahns Können besonders bei den Metal-Ausflügen deutlich zu bemerken und auch Starofashs Stimme klingt wunderschön. Knut Buen beweist zudem, dass er nicht umsonst zu Norwegens besten Folk Musikern zählt. Aber augenscheinlich gibt es bei dieser Lieder-Sammlung kein wirkliches Konzept. Die Tracks scheinen wie zufällig geordnet. Dazu versteht unsereins eh kein Wort, was der Herr zwischendurch erzählt, von den weiteren Texten ganz zu schweigen. Und die Norwegische Mythologie können in unseren Breitengraden wohl eh die wenigsten nachvollziehen. Und so geht es einem eigentlich mit dem gesamten Album…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu HARDINGROCK