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HARM - The Nine

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Artist HARM
Title The Nine
Homepage HARM
Label GREY SKULL/ GROOVE ATTACK
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„No I never meant to do you harm“. Zartbesaitete Seelen werden diese Zeilen von COLDPLAY kennen, für Menschen mit stabilerem Gefühlsleben gibt’s dazu passend nun die kanadische Antwort namens HARM. Ein Quartett mit Hardcore & Metalverständnis und einem einwandfreien Ruf als Liveband. Mit „The Nine“ wollen HARM nun auch ihre Musik zum Hauptexportgut Kanadas in deutsche Lande machen. Ein Anliegen, das gar nicht so abwegig ist.

Die Pressekollegen ziehen nicht umsonst die DEFTONES als direkten Vergleich heran, HARM klingen wirklich so, wie es Chino Moreno & Co zum Anfang ihrer Karriere taten. Satte Grooves, harte mehrlagige Riffeinlagen und ein Shoutgesang, der aus den Eingeweiden kommt. Ein Rezept, das auf jedem der zehn enthaltenen Titel aufgeht. Man möge nun einwenden, die Kanadier seien mit ihrem Sound zehn Jahre zu spät dran und dieser wäre damals sowieso mit dem Nu-Metal-Stempel versehen worden. HARM treten den Gegenbeweis aber selbst an. „Another Conspiracy“ kämpft sich wie ein Bulldozer durch die Konkurrenz. Tonnenschwere Bässe prasseln auf die jaulenden Saiten hernieder, getragen vom Gesangstitanen Steve Sharpen, der wie einst Atlas die Last der Welt auf seinen Schultern trägt.

Ja, es hätten „The Nine“ auch neun Titel genügt, um zu überzeugen. HARM nimmt man es aber nicht übel, das sie dem Album einen zehnten Part spendiert haben, um den Hörer noch länger aus ihrer Melange aus Aggressivität, Hardcore und melodischem Shoutgesang zu nähren. Großartig.
Markus Söllner

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Drückenden Alterna-Metal zocken die 2003 gegründeten Kanadier HARM, in etwa wie die DEFTONES in metallischer und grungiger. Das groovt zumeist recht fett, wie beim Opener „The Salem Parade“. Sänger Steve Sharpen hat Schreien genauso drauf, wie Singen oder Leiden. Tanztempel-Hits der Marke „Another Conspiracy“ könnten in einschlägigen Dissen etliche Füße zum Zappeln animieren, Fans von DISTURBED dürften hiermit sofort warm werden. Steve hat an den richtigen Stellen mächtig Aggro in der Stimme, kann aber in den ruhigeren Parts auch zerbrechlich singen.

Da das Album keinen Ausfall enthält und mit dem melancholischen Alterna-Pumper „Hand Me Down Virtue“ und der Single „Little Pariah“ weitere Hits präsentiert, steht einer rosigen Zukunft nix im Wege!
Knaller-Debut! Unbedingt anchecken!
MOSES

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