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HARMFUL - Sanguine

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Artist HARMFUL
Title Sanguine
Homepage HARMFUL
Label STEAMHAMMER/ SPV
Leserbewertung
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Ich muss gestehen, dass ich mich bisher nur am Rande mit HARMFUL beschäftigt habe. Die eine oder andere Lobeshymne war mir nicht entgangen, aber irgendwie schien die Musik nicht ganz in meinen bevorzugten Genres zu liegen. Nun aber rotiert die neue Scheibe schon eine ganze Weile in meinem Player, eigentlich ja zuerst gezwungenermaßen, nun aber genussvoll und freiwillig. Das Trio wurde 1992 in der Main-Metropole Frankfurt gegründet und schaffte es gar mit dem dritten Album zu einem Major zu wechseln. Bei der BMG brachte man ebenfalls 2 Alben heraus (“Counterbalance“ und „Wromantic“), die zwar künstlerisch wertvoll waren, aber anscheinend nicht die hochgesteckten Business Erwartungen erfüllten. Gut so, denn jetzt kann man sich bei dem Indie Steamhammer wieder auf die Wurzeln besinnen.

Selten habe ich einer deutschen Kapelle gelauscht, die so international klingt, was letztlich ja amerikanisch bedeutet. Ob es nun Arens Aussprache ist oder die kräftigen Arrangements, alles bewegt sich auf sehr professionellem Niveau. Dabei ist das Genre gar nicht so einfach zu definieren, ich würde es mal „Power Noise Rock“ nennen, mit ausgefeilten Melodien und Aggression. Man tourte bereits mit MACHINE HEAD, PRONG und 2 mal mit meinen Lieblingen: CLUTCH! Und an Neil Fallon und seine Jungs erinnert man dann auch, die es ebenfalls vortrefflich schaffen, Riffmonster mit Feeling zu verbinden. Wobei der Gesang bei HARMFUL deutlich harmloser ausfällt (klingt sogar ein wenig nach Kurt Cobain). Als weitere Anhaltspunkte möchte ich mal BARKMARKET und HELMET nennen, obwohl es die Hessen gar nicht nötig haben, verglichen zu werden.
Die besten Stücke? „I remember you“ mit seinen kaskadierenden Gitarrenläufen, „Custom Gold“ in bester NIRVANA-Tradition sowie der Rausschmeißer „Deliverance“, der sich immer mehr steigert und den Hörer an der Gurgel packt. Zur Single „Open End“ gibt es auch ein Video, welches man sich wünschen sollte…

Bleibt gar nicht mehr viel zu sagen, außer dass es für mich eine gelungene Abwechslung zwischen Black Metal und EBM war, mal richtig handgemachtem Rock zu lauschen. Ab sofort werde ich HARMFUL nicht mehr aus den Augen lassen, die wohl kommerziell nie richtig groß werden, aber eine eingeschworene Fanbasis noch nie enttäuscht haben!

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