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HAUK - To Hear The Trumpets Call

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Artist HAUK
Title To Hear The Trumpets Call
Homepage HAUK
Label BALDUR RISING MUSIC
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Was für ein Paradebeispiel für Schubladendenken und musikalischem Tunnelblick. Wenn man gefragt werden würde, was man unter „pure heathen metal“ verstünde, kämen mit Sicherheit Vergleiche zu den Großen der Pagan-Szene – doch garantiert nicht zu HAUK. Man hört förmlich deftige Gesänge, wilde Attacken an den Instrumenten und manchmal einen Hauch folkloristischer Einflüsse. Und wenn man dann mit diesem Bild in die Musik von HAUK eintaucht, kommt man dann doch ins Zweifeln, ob alles aus dem heidnischen Metal so klingen muss. Denn seit 2005 zelebrieren HAUK ihre äußerst eigene Mischung dieses Musikstils.

Und wenn man „dem Kind einen Namen geben“ will, würde wohl weniger Heathen Matal sondern eher Heathen Folk-Punk dabei herauskommen. Denn genau so klingen die Jungs. Sie mischen munter das Flair des 80er Punks (manchmal mit einem vielleicht ungewollten Augenzwinkern Richtung Joe Ramone) mit heidnischen Texten und einem gewissen Hauch mittelalterlicher Instrumente zusammen und brauen so ihren Heiden-Punk. Inhaltlich konzentriert man sich natürlich auf die alten Götter und vertont auch gleich mal ganze Teile aus der Edda wie im Namensgeber dieser EP. Dieser Song bezieht sich auf Vers 54 der Voluspa. Dabei rumpelt das Schlagzeug in schönster doomiger und punkiger Manier, die Gitarren lassen das eine oder andere Soli hören und der Mikroquäler singt im Stil der alten Punklegenden wie Joe oder auch Sid Vicious seine Texte. Das Gleiche trifft auch auf die weiteren Songs zu und der Spaßfaktor ist definitiv hoch beim Hören. Nur der Sound ist nicht wirklich auf dem aktuellsten Stand. Eben wie die alten Songs der SEX PISTOLS ist nicht wirklich viel Dynamik in den Stücken und auch die Präzision in den Höhen ist nicht gegeben. Die CD rumpelt einfach vor sich hin und versprüht dennoch einen gewissen Charme.

Doch was bleibt final für ein Eindruck? Die Mischung aus Punk, Doom und Folk weiß zu gefallen. Aber man sollte hierbei das Genre „Heathen Metal“ außer Acht lassen. Diese CD spricht wohl neben den jahrelangen Fans die Leute an, die eben handgemachten Rock oder Punk der „alten Schule“ mögen und auf simple nachvollziehbare Stücke mit einem gewissen Flair abfahren. Hier wird keine große Kunst an den Instrumenten geboten, hier tobt einfach der Punk im Wald des 80er-Jahre-Sounds. In diesem Sinne: Hol die (E-)Axt – ich will Musik hören.

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