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HEAD CONTROL SYSTEM - Murder Nature

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Artist HEAD CONTROL SYSTEM
Title Murder Nature
Homepage HEAD CONTROL SYSTEM
Label JESTER RECORDS
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Langsam anschwellende Gitarrendronen weisen den Weg in ein neues Werk des Meisters Garm Rygg. ULVER, ARCTURUS und BORKNAGAR (u.a.) stehen für ein fantastisches Oeuvre hart-experimenteller Klänge fernab jeder Norm. Jetzt hat er sich mit Ausnahme-Drummer Daniel Cardoso (RE:AKTOR, ex-SIRIUS) zusammengetan, um ein komplexes Stück Metall zusammenzuschmieden, modern und doch zeitlos. Unter dem bezeichnenden Namen HEAD CONTROL SYSTEM veröffentlicht das Duo einen gut 45 minütigen Streifzug durch diverse Stile, immer zusammengehalten vom einzigartigen Organ des „Tricksters“.

Eine deutlich erdigere Version von ARCTURUS kommt einem in den Sinn, mit verschachtelten Arrangements und sehr variablem Drumming. Dazu natürlich die samten-theatralische Stimme, die hin und wieder in die Kopfstimmenlage wechselt. Ob proggige Soli („Skin Flick“), tiefgestimmtes Nu Metal Riffing (z.B. Beginn von „Masterpiece“), psychedelische Slow Parts („It hurts“) oder gefühlvolle Piano Passagen („Kill me“) – Hier sitzt alles perfekt, allerdings muss man sich die Scheibe erst erarbeiten. Die Details werden nach und nach Preis gegeben, aber es lohnt sich, denn hier handelt es sich keineswegs um ein abstraktes Kopf-Projekt. Allerdings würde Garm wohl niemals den einfachen Weg beim Komponieren gehen, hier gibt er sich deutlich 70ies beeinflusst, wo es gerne auch mal etwas „mehr“ sein durfte. Übrigens sollte man sich schon angesprochenes „Kill me“ unbedingt mal rückwärts reinziehen, wenn die technischen Möglichkeiten vorhanden sind. Kein Anspieltipp, einfach alles anhören!

Gerade im Vergleich zu Versuchen von AUDREY HORNE und besonders CRONIAN wird die Klasse von HCS ersichtlich, die mit einfacher Instrumentierung komplexe Stimmungen heraufbeschwören. Für Fans von ULVER über TOOL bis CULT OF LUNA interessant, auch (selbsternannte) anspruchsvolle Indie Rocker dürfen mal hineinhören. Hypnotisch abschwellende Dronen beenden die Reise. „Falling on Sleep“. Danach kommt eine Weile nichts mehr.

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