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HEAVEN SHALL BURN - Invictus

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Artist HEAVEN SHALL BURN
Title Invictus
Homepage HEAVEN SHALL BURN
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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7.9/10 (29 Bewertungen)

2010 endet eine Trilogie der Superlative. Begonnen 2008 mit „The Final Resistance“, einem Killeralbum, das den Jungs unanfechtbar die Spitze des deutschen Metalcore Throns einbrachte. 2009 legte man mit der DVD „The Visual Resistance“ nach. Dieses Jahr wird Benzin nachgeschüttet. Mit „Invictus (Iconoclast III)“ schließt sich der Kreis und HEAVEN SHALL BURN wirken härter und moderner als je zuvor.

Der Weg zur bevorstehenden Schlacht wird von einem Intro bereitet, das ein weiteres Mal von OLAFUR ARNALDS für die Saalfelder Herren geschrieben wurde. Nahtlos geht es dann aber direkt über zu „The Omen“. Mächtige Riffs treffen auf treibendes Drumming und werden durch Marcus’ bösartige Stimme gekrönt. Hohe Shouts wechseln sich mit tiefen Growls ab. Der Chorus groovt wie die Sau und geht dank der Melodien sofort ins Ohr. Kurz vor Ende der Spielzeit geht man noch mal richtig in die Vollen, lässt einen Killerbreakdown vom Stapel und haut dem Hörer richtig fies auf die Fresse. Mit „Combat“ begibt man sich anschließend in noch düstere Gefilde und liebäugelt ein wenig mit elektronischen Elementen. Man wagt es einfach, neues Zeugs auszuprobieren, wie zum Beispiel die angesprochenen elektronischen Elemente, sauber gespielte Melodien in „The Lie you Bleed for“, in dem Marcus übrigens nach dem für den „Tsunami Tribute“ Sampler geschriebenen Track „Straßenkampf“ ein weiteres Mal auf deutsche Texte zurückgreift, oder dem Duett mit DEADLOCK Frontfrau Sabine Weniger in „Given in Death“. Es fällt wahrscheinlich leichter, die Scheibe als ganzes zu bewerten und nicht Track für Track auseinander zu bauen, denn dann würde ich noch Übermorgen hier sitzen, weil mir so viele Feinheiten erst beim zweiten oder dritten Mal aufgefallen sind. Als Gesamtkunstwerk würde ich „Invictus“ als meisterhaft bezeichnen und das, obwohl das Quintett in den letzten Jahren extrem umtriebig war und jedes Jahr neues Futter auf den Markt geschmissen hat. Die Kreativität im Hause HEAVEN SHALL BURN scheint kein Ende zu nehmen und das ist auch gut so. Man muss das Eisen eben schmieden, solange es noch heiß ist.

Man muss neidlos zugestehen, dass HSB 2010 härter denn je daher kommen und trotzdem eine ganze Spur erwachsener klingen. Der Metalcore Thron gehört definitiv den fünf Herren. „Invictus“ ist ganz großes Tennis und läuft nonstop auf meinem MP3 Player. Das Rad wird hier zwar nicht neu erfunden, wozu denn aber auch? HEAVEN SHALL BURN wissen, wo man zuschlagen muss, um die Schlacht zu gewinnen. Alle Death Metaller, Metalcoreler und dergleichen sollten gefälligst sofort los ziehen um sich die Scheibe zuzulegen. Ich kann versprechen, dass ihr nicht enttäuscht werdet!

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