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HEAVEN SHALL BURN - Veto

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Artist HEAVEN SHALL BURN
Title Veto
Homepage HEAVEN SHALL BURN
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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6.3/10 (26 Bewertungen)

Es ist schon lange nichts neues mehr, dass HEAVEN SHALL BURN der Core-Chose längst entwachsen sind und mittlerweile schwedischer klingen als so manche Elchtod-Kapelle und dazu noch regelmäßig den Stoff bieten, den BOLT THROWER wieder mal seit Jahren schuldig bleiben. Und der Erfolg gibt ihnen recht, so gehören die Ostdeutschen spätestens seit dem 2004er Knaller „Antigone“ zur Speerspitze nicht nur des deutschen Death Metals! Das neue Album, das erste nach der „Iconoclast“-Trilogie, wäre die Möglichkeit einer Veränderung gewesen. Aber warum etwas verändern, was so gut funktioniert?

Das scheinen sich auch HSB gesagt zu haben und hauen mit „Veto“ ein Album raus, das alle Fans der letzten Platten mehr als zufrieden stellen wird. So nimmt sich der Fünfer die besten Zutaten ihres derzeitigen Sounds und zimmert daraus ein Auf-die Glocke-Album, dass es eine wahre Freude ist. Schon der Vorab-Song „Land of the Upright Ones“ geht so was von eingängig steil nach vorne, man kann sich wahrlich vorstellen, wie tausende Fans die Location abreißen. Aber auch das groovende „Fallen“, das im Mittelpart massiv pumpende „Antagonist“ oder die kurze, knackige Brachial-Schelle „You will be Godless“ brechen einem sämtliche Nackenwirbel. Dafür verantwortlich ist in vorderster Front die extrem starke Gitarrenarbeit von Ali Dietz und Maik Weichert, die sowohl durch verdammt druckvolle Riffwalzen, aber auch durch versierte Lead-Arbeit durch die Bank überzeugen! Dazu growlt und screamt sich Fronter Marcus durch die natürlich wieder sozial- und gesellschaftskritischen Songs, dass einem wiedermal Angst und Bange wird, der Herr würde seine Stimmbänder gleich mit rauskotzen. Alles beim alten sollte man meinen, aber ein paar kleine Überraschungen haben HSB dann doch parat. So gibt es mit „Die Stürme rufen Dich“ den ersten Song, der mit deutschen Texten aufwartet und dann auch wirklich mitreißt! Mit „Valhalla“ bieten die Jungs dann mal wieder eine Coverversion, wobei das nicht ganz so richtig ist. So hat es sich BLIND GUARDIAN-Fronter Hansi Kürsch nicht nehmen lassen, hier selbst aktiv zu werden und eine verdammt geile und brutale Version dieses Klassikers einzutrümmern! Etwas aus der Reihe fällt dann der nachdenkliche Schluss-Track „Beyond Redemption“. Dieser sehr ruhige Titel kommt mit nur wenigen Vocals aus und besticht durch extrem tiefgehende Melodien und mit feinsten Twin Gitarren-Lines dargebotenen Soli. Stark!

Wie auch das komplette „Veto“, das an sich nicht viel neues bietet, aber durch die sehr starken Songs und die kleinen Überraschungen zu einem absoluten Knaller geworden ist!

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