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HECATE ENTHRONED - Redimus

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Artist HECATE ENTHRONED
Title Redimus
Homepage HECATE ENTHRONED
Label BLACKEND
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HECATE ENTHRONED zählt sicher nicht zu den Bands, die über ein gutes Image verfügen. Von vielen als billige CRADLE-Kopie abgestempelt, dümpeln die Briten jetzt schon einige Jahre mehr schlecht als recht vor sich hin, höchstens im Heimatland vollkommen akzeptiert. 5 Jahre nach der letzten Full Length „Kings of Chaos“ und 3 Jahre nach der EP „Miasma“ erscheint nun das 5te Album bei ihrem Stammlabel Blackend. Da ich mich nie besonders ausgiebig mit der Truppe beschäftigt habe, kann ich relativ neutral an die Sache herangehen. Allerdings sehen sich heute selber eher als Metaller, ohne das „schwarze“ Attribut.

Neben dem miserablen Bandfoto fällt sofort die druckvolle und gelungene Produktion auf („Bluerooms Manchester“), welche die Kompositionen ins rechte Licht setzen kann. Nach einem satanisch angehauchten Intro geht die Reise los in die Welt des englischen Sextetts. Und die besteht aus symphonischen Keyboards – mal als Hintergrundfläche, mal zur Melodieführung eingesetzt –, schwarzmetallischen Rasereien und klassischen Heavy Riffs. Dazu variiert Shouter Dean zwischen hohem Gekeife (allerdings unterhalb Danis Stimmlage angesiedelt), düster-tiefen Death Growls und ein paar „evil“ spoken words, welche ein wenig an LAIBACH erinnern („The Shining Delight“). Handwerklich ist das alles sehr ordentlich gemacht, was man nach so vielen Jahren Szene-Zugehörigkeit auch erwarten kann. Allerdings vermisse ich den göttlichen Funken Inspiration und die Erfüllung des Wortes „Atmosphäre“ mit Leben, die kommt nämlich nur selten auf. Mit „Morbeea“ („More beer“???) hat man zwar ein akustisches, fast neofolkiges Stück im Gepäck, der Rest wirkt allerdings recht schematisch.

HE können einfach nicht aus ihrer Haut, wenngleich in den letzten Jahren eine Entwicklung hin zu mehr Eigenständigkeit stattgefunden hat. Gute Handwerker sind es, die man zwischen den genialen Vertretern ihres Genres durchaus mal auflegen kann, ohne sich schämen zu müssen.

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