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HEIMDALLS WACHT - Ut De Graute Olle Tied – Deel I

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Artist HEIMDALLS WACHT
Title Ut De Graute Olle Tied – Deel I
Homepage HEIMDALLS WACHT
Label CHRISTHUNT PRODUCTIONS
Leserbewertung
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7.6/10 (35 Bewertungen)

Heimdall, der Gjallartöner, er wacht und sieht den Untergang der alten Welt nahen, er vernimmt den Ruf des sich nähernden Krieges und ruft mit seinem Horn die Asen zum Kampfe gegen Suturs Herscharen. HEIMDALLS WACHT nehmen diese „alte Welt“ sehr ernst und wehren sich mit allen Mitteln gegen die neue „bessere“ (?) Ausgabe davon. Werft mal einen Blick auf ihre Homepage und ihr werdet verstehen, was ich meine. Und mit ihrem nunmehr 3. Studioalbum wollen sie uns ihre Vision des heidnischen Metals näher bringen.

Heidnische Bands gibt es ja bekanntermaßen zuhauf. Jede hat „ihren eigenen Stil“ und beharrt auf ihr doch so einzigartiges Klanggewand. Da bleibt also nicht viel Spielraum fürs „aus dem Rahmen fallen“. Also machen die Jungs das, was sie am besten können. Sie bieten urtümlichen schnörkellosen heidnischen Metal, der einfach gerade aus marschiert. In bester Genremanier hämmert das Schlagzeug, kreischt der Sänger und dröhnen die Gitarren. Nur inhaltlich wird mal keine Kriegserklärung an das Christentum oder sonstige Religionen ausgesprochen. Lyrisch bewegt man sich in naturmythischen Themen, orientiert sich an den alten germanischen Legenden und vermischt das Ganze mit etwas Melancholie – soweit man den Sänger überhaupt verstehen kann (zum Glück stehen die Texte auch im Booklet). Musikalisch rumpelt man wie schon erwähnt recht rüde durch die Songs und würde so auch in die Anfangszeiten des melodischen Black Metal passen. Ledigleich einige Passagen werden mit Violine (irgendwie muss ich da grad an EISREGEN denken) untermalt oder werden mit kurzen, etwas langsameren, beinahe doomigen Passagen aufgelockert. Dabei bauen die Drums gut Druck auf und die Gitarren surren schön in den Boxen. Im Großen und Ganzen eine gute Produktion.

Aber komme ich zu meiner eigentlichen Frage zurück: Was haben HEIMDALLS WACHT, was andere nicht haben? Sie haben für mich den Mut, das zu machen, was sie wollen – ohne Rücksicht auf das Genre. Sie mischen munter ihren Oldschool-Sound mit moderneren Texten („Alt trifft auf ein wenig Neu“ könnte man sagen) und toben sich aus. Diese Spielfreude schwappt auch auf den Hörer über und verleitet zum Headbangen. Ganz OBJEKTIV betrachtet sticht diese CD nicht aus dem Meer der Veröffentlichungen heraus – aber subjektiv macht sie Spaß.

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