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HEINZ STRUNK - Mutter ist ein Sexmaschien (Hörspiel)

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Artist HEINZ STRUNK
Title Mutter ist ein Sexmaschien (Hörspiel)
Homepage HEINZ STRUNK
Label ROOF MUSIC
Veröffentlichung ..
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Bekannt wurde HEINZ STRUNK Anfang des neuen Jahrtausends mit den Kollegen ROCKO SCHAMONI und JACQUES PALMINGER, mit denen er Ende der Neunziger das STUDIO BRAUN aus der Taufe hob. Spätestens nach der Verfilmung seines stark autobiografischen Bestseller-Romanes „Fleisch ist mein Gemüse“ ist „Heinzer“ auch einem größeren Publikum bekannt. „Mutter ist ein Sexmaschien“ ist nach zwei weiteren Büchern („Die Zunge Europas“ – 2008 und „Fleckenteufel“ – 2009) erneut ein Silberling mit sogenannten „Kurzhörspielen“ des nimmermüden norddeutschen Ausnahmedialektikers.

36 Beiträge verteilen sich über insgesamt 64 Minuten Spielzeit und kombinieren gewohnt gekonnt Wortwitz und Musik. Dabei aktiviert HEINZ STRUNK erneut sein Alter Ego, den leicht sprachbehinderten Jürgen Dose, der „James Last“ ein Denkmal setzt, über sein Hobby, sich neue Sprichwörter auszudenken („Spatzekinder“), erzählt oder über „Pawlowsche Felder“ doziert. Schlimm setzen ihm auch „Mikropilze“ zu, während er interessantes über leichte Auslandstätigkeiten in „Brunei“ und seine „Kuhferien“ zu berichten weiß. Wenn Heinzer nicht musikalisch die kindliche Neugier von Janne Schmit stillt („Bazill“, „Jung und dick“, „Immer locker“), produziert er Werbe-Jingles für „Kartoffelnasenmesser“, Thomas Gottschalks Buch „Minipli und Bohnerwachs“, neue Brettspiele („Verstopfung“, „Organmafia“) und ein „Sterbeseminar“. Außerdem dürfen natürlich auch die kleinen Geschichten nicht fehlen, deren Protagonisten Strunk auf seine einmalige Art und Weise Leben einhaucht und eine Stimme verleiht. Bis auf zwei Ausnahmen (der weibliche Gesang vom „Jung-und-dick-Song“ und die Vorleserin von „Der Mettwurstpapst“) hat HEINZ STRUNK allen Figuren selbst die Worte in den Mund gelegt und es dabei weder inhaltlich noch in der Ausführung an Skurrilität fehlen lassen. Das norddeutsche Idiom ist stets präsent, beispielsweise wenn er seinem eigenen Fanclub die Lobeshymne „Alarmstufe Rahmstufe“ andichtet, die Tanzkapelle ihrem im Job tödlich verunfallten Kollegen „Jochen Schmidt“ gedenkt, Opa den „Verbrennungsmotor“ erklärt, zwei ältere Damen „Das Wiedersehen“ feiern, „Der Wunderheiler“ erstaunliches vollbringt oder es der Titelsong „Mutter ist ein Sexmaschien“ zur Hammondorgel ordentlich krachen lässt.

Die Tracks sind absurd, schräg, tiefgründig und wahnwitzig. Damit treffen sie sicher nicht jedermanns Geschmack, aber genau das ist ja der Trick: HEINZ STRUNK macht kein Kasperltheater für das Mainstream-Publikum, sondern unterhält seine mitdenkenden Fans mit wohl dosiertem Irrsinn, der gar nicht so weit von der (bitteren) Wahrheit entfernt ist, wie man im ersten Augenblick vielleicht zu meinen glaubt.

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