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HEIRS - Alchera

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Artist HEIRS
Title Alchera
Homepage HEIRS
Label DENOVALI
Leserbewertung
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„Don’t judge a book by its Cover!“

Dieser altgediente Spruch trifft völligst auf die Australier HEIRS zu, denn rein nach dem Artwork und der Verpackung zu urteilen, hätten wir es mit einem wunderschönen Album zu tun, auf dem Mysteriöses auf wahrhaftige Schönheit trifft. Nach Einnahme von „Alchera“ kann dem leider nicht komplett zugestimmt werden, ist der Instrumentale Rock der Australier doch ein wenig zu zerklüftet, um verschiedene Interessengruppen vor Freude aufschreien zu lassen…

Der Opener „Plague Asphyx“ lässt gleich leichten Ohrenschmerz aus dem Hinterkopf kriechen, wird hier doch mit Industrial à la GODFLESH und Konsorten geliebäugelt, dessen statische Noise-Exzesse erst einmal verwirren. Der nächste Titel „Mockery“ hingegen wandert auf einmal auf tugendhaften Post-Rock-Pfaden, schmeichelt sich gediegen mit zarten Gitarrenlinien und Pickings in das Ohr. Hier denkt man eher an JUNE OF 44, TORTOISE, an die letzten Releases von Golden Antenna Records. Dieser Schwimmungsumschwung kommt überraschend, wird aber auch bei „Cabal“ fortgeführt und lässt den Rezensenten in eine stetige gnädiger werdende Stimmung fallen.

Und auch danach sind Ausfälle in der Minderzahl, nur die Düsternis, die über den luftigen Kompositionen liegt, legt noch etwas zu. Dennoch fügen HEIRS dem musikalischen Kosmos der Klangmalerei wenig zu, grenzen sich nicht ausreichend vom Heer der Instrumentalisten ab. Ein Ohr zu riskieren ist erlaubt, vor allen Dingen da das Digipack wirklich schön und aufwendig gestaltet ist. Wer es in seiner ganzen Pracht erleben will, dem sei die Gatefold-Vinyl-Edition an das Herz gelegt. Lediglich das Plattenumdrehen könnte der Stimmungsherstellung ein wenig in die Quere kommen.

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