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HEKATE - Goddess

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Artist HEKATE
Title Goddess
Homepage HEKATE
Label AUERBACH TONTRÄGER
Leserbewertung
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8.0/10 (6 Bewertungen)

Etwa ein halbes Jahr ist es nun her, dass HEKATEs letzte Veröffentlichung „Ten Years of Eendurance“ erschienen ist. Nun liegt das dritte reguläre Album vor, auf das ich mich bereits seit geraumer Zeit gefreut habe! Und um es vorweg zu nehmen, es hält allen Hoffnungen stand. Die 11 Lieder beschäftigen sich vorwiegend mit europäischen Mythen und Legenden sowie dem Kampf um Liebe, vorgetragen von wunderbaren, klaren Stimmen und Instrumenten wie Gongs, Kesselpauken, Trommeln, Percussion, Drehleier, Gitarren, Glockenspiel etc.

Geradezu überwältigend ist gleich das erste Stück der CD: „Morgan Le Fay“. Diese ist sicher eine beachtliche Figur in der Artus Saga. Und eine nicht minder beachtliche musikalische Ehrerbietung wurde hier geschaffen, mit entzückendem (kaum in Worte zu fassenden) Frauengesang von Susanne Grosche und diversen schwungvollen Passagen. Ein Stück, das mir auch nach mehrmaligem Hören noch eine Gänsehaut bereitet. „Montsègur“ erklingt um einiges beschwingter und vertrauter. Es erinnert an alte Bandklassiker und ist doch neu. Ein liebliches Lied über die Liebe und in der Sprache der Liebe. Auf diese beiden bereits so starken Tracks folgt das bekannte Stück „Barbarossa”, bei dem zum ersten Mal Axel Menz’ Stimme zu vernehmen ist. Beinah böse verläuft “Moritori e salutant” – Voller Wut und Leiden, ein Lied, welches besonders bei einer Live-Aufführung sehr imposant sein dürfte. In „Lord of Heaven” ertönen der männliche und weibliche Gesang im Duett, was dieses Lied besonders reizvoll macht. Beinah futuristisch erscheint „Europa“, ein Stück, welches mich an IN THE NURSERY erinnert und von weiblicher Stimme mit Sprechgesang vorgetragen wird. Auch in „Maure“, einem überwiegend ruhigem Stück, kommen die Stimmen abwechselnd zum Einsatz. Schön sind auch die lang gezogenen instrumentalen Passagen. Die Instrumentenvielfalt lässt sich dabei nur erahnen.

HEKATE präsentieren auf vorliegender CD einige Kompositionen, die nicht mehr klar dem Neo-Folk zuzuordnen sind, sondern futuristischer, elektronischer und durchaus gelungen erklingen. So wird bei „Ocean Blue“ Axel Heinrich Menz Stimme wunderbar von Keyboards unterstrichen und erinnert somit an alte Wave-Stücke. Die Passagen, die Susanne Grosche zum Besten trägt, sind überwiegend ruhiger. „Break the silence“ schließt auf ruhige und leicht elektronische Art die CD ab.

In Summe mal wieder ein richtig gelungenes Werk, welches sowohl als normale Jewel Case CD sowie als Luxus Edition im Digipak mit Bonus CD zu erhalten ist. Auf der Bonus CD befinden sich exklusive Remixe diverser HEKATE Stücke, neu bearbeitet von Künstlern wie ARCANA, ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO, FLATLINE, SIEBEN, CHOREA MINOR und THE CHURCH OF FAND. Live sind HEKATE noch bis Ende Oktober auf einer kleinen Europatour zu sehen. Wer die Möglichkeit hat, dem kann ich einen Konzertbesuch nur ans Herz legen.

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