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HELEL - A Sigil Burnt Deep Into The Flesh

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Artist HELEL
Title A Sigil Burnt Deep Into The Flesh
Homepage HELEL
Label DEBEMUR MORTI
Leserbewertung
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“Helel” kommt im hebräischen dem christlichen Luzifer recht nah, bezieht sich allerdings weniger auf den gefallenen Engel, sondern steht eher für eine Gottheit Babylons, durch deren Untergang Helel mit dem Fall Luzifers verglichen wird, was eben gerne mit dem „Konstrukt Satan“ in Verbindung gebracht wird. Auf jeden Fall haben die hier angetretenen Franzosen damit einen interessanten Band-Namen gefunden, um damit ihren durchaus ebenfalls interessanten Mix aus Industrial und Black Metal zu präsentieren.

Wer da an SAMAEL, BLACK LODGE oder SATYRICONs „Rebel Extravaganza“ denkt, liegt da gar nicht mal so falsch. Nur dass HELEL es nicht darauf anlegen, die kalte Industrial-Gewalt harmonisch mit den Black Metal-Aspekten zu kombinieren. Nein, auf „A Sigil…“ klingt der Drumcompi so kalt und mechanisch, wie er nur kann, die Elektro-Sounds und Samples unverblümt künstlich und die immerhin recht druckvollen Gitarren-Lines sowie die garstigen Shouts und Screams scheinen mit voller Absicht einfach drübergelegt worden zu sein. Das ist natürlich auch eine Herangehensweise, die nur mit mit Plan umgesetzt worden sein kann. Denn an sich sind die Songs packend, dramatisch und vielseitig. Sie zeugen von brachialer Gewalt, urtümlicher Atmosphäre und hasserfülltem Chaos.

Die kantige und aufrüttelnde Zusammenkunft der verschiedenen Facetten macht „A Sigil…“ zu einem schwer verdaulichen Sound-Brocken, der einen aber dennoch oder gerade doch deswegen sehr fesselt, so dass man nicht daran denkt, die CD aus dem Player zu nehmen, ehe die letzten Klassisk-Samples des abschließenden Gewalt-Epos „Cosmos is out of Order“ verklungen sind. „A Sigil Burnt Deep Into The Flesh“ muss man auf jeden Fall mit voller Aufmerksamkeit angehen, sonst wird man regelrecht platt gewalzt und man weiß nicht warum…

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