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HELLOWEEN - Gambling with the Devil

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Artist HELLOWEEN
Title Gambling with the Devil
Homepage HELLOWEEN
Label SPV
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Hamburger Kürbisköppe sind erstaunlich schnell mit einem neuen Werk aus dem Acker gekommen diesmal. Nach der Mordserfolgreichen Keeper 3-Welttournee setzt man dieses Mal noch einen drauf und tourt gleich mit GAMMA RAY und Weeni-Mitbegründer Kai Hansen. Das treibt natürlich all jenen, die mit den Vorreitern des deutschen melodic Heavy/ Speed/ Power Metals aufgewachsen sind, die Freudentränen in die Augen! Frohlockt man doch schon mit etlichen Uraltklassikern, die es seit Ewigkeiten nicht mehr zu bebangen gab („Judas“!!!).

Da schiebt man doch schnell vorher noch das neue Album aus dem Knie. Das Intro fängt schon mal klassisch cool an, mit Gastnarrator Biff Byford von SAXON, und geht in das erstaunlich harte „Kill It“ über. So gebrettert wurde im Hause HELLOWEEN schon ewig nicht mehr! OK, über Deris’ Sirenenorgan werden sich auch weiterhin die Geister scheiden, unbestreitbar ist der Retter der Combo aber einfach der bessere Sänger und Frontmann (gegenüber Kiske und auch Hansen). Das recht lange „The Saints“ fängt mit typischem melodic Speed-Geballer an, classic HELLOWEEN eben, bevor es recht düster und ungemein schnell weitergeht, nur um dann in einen melodischen Chorus zu münden. So gehört das in dem Bereich und da beißen sich alle Nachahmer auch in hundert Jahren noch die Zähne aus! THIS is the real deal! Balladesk, ja gar schon fast poppig geht es in ersten Singleauskopplung „As Long as I Fall“ zu, wenn nicht der düstere Grundton mit der feinen Pianoline wäre. Der fett brettende Mittelpart rettet den Song auf jeden Fall, ebenso das mal wieder Referenz-(Twin)-Solo. Thrash Metal kann man sich in „Paint a New World“ schon fast auf die Fahnen schreiben, NEVERMORE-Liga und absoluter Oberhit! Der Chorus ist, wie der gesamte Song, einer der geilsten, wenn nicht der geilste, der gesamten Deris-Ära! In Verbindung mit der extrem drückenden Fettproduktion von Charlie Bauernfeind geht man somit zurück zu den Anfängen der Band vor gut 25 Jahren, auch wenn man das natürlich nicht wirklich vergleichen kann. „Final Fortune“ ist etwas zu sehr Standard, was allerdings gleich von dem dreiteiligen Epos „The Bells of the 7 Hells“/ „Fallen to Pieces“/ „I.M.E.“ wettgemacht wird! Alle Songs stehen aber einzeln, Ersterer thrasht, Zweiterer bombastet balladesk und Letzterer groovt! Da können die restlichen drei Tracks leider nicht ganz mithalten, welche allesamt lediglich in die Kategorie „gut“ einzuordnen sind.

Trotzdem eins der stärksten Werke der dritten HELLOWEEN-Inkarnation und den abgewanderten Kollegen von MASTERPLAN und RIDE THE SKY immer noch Längen voraus! Der restlichen Konkurrenz sowieso. Kaufen… und auf die Tour freuen!

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