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HELLOWEEN - Straight Out Of Hell

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HELLOWEEN
Title Straight Out Of Hell
Homepage HELLOWEEN
Label DRAGNET/ SONY
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.6/10 (14 Bewertungen)

Wer die Hamburger Kürbisköppe bisher nicht mochte, der wird auch mit dem 14.Studioalbum nicht zum Fan. Dennoch ist der schnelle Opener „Nabataea“ eher ungewöhnlich für die Herren, denn er ist teils sehr progressiv ausgefallen und recht lang zudem. Vor allem der eher chillige Mittelpart ist zu Beginn einer ´weenie-Scheibe gewöhnungsbedürftig. Das hat man sonst immer weiter hinten auf den Alben präsentiert. Ansonsten donnert´s wie gehabt mit fetter Doublebass, harten schnellen Riffs und hohem Deris-Gesang. Am Ende des Tracks gibt´s dann sogar Blastbeat und der leicht orientalische Touch kommt auch gut. Das typisch schnell-fröhliche „World of War“ zeigt dann fast schon Death Metallisches Riffing nach dem Introgetrete und einen tiefer singenden Deris, das ist schon insgesamt recht harter Stoff für HELLOWEEN-Verhältnisse, trotz aller Fröhlichkeit.

Was sich durch das ganze Album zieht, der Grundton ist schon enorm fett und brettig. Das zeichnete sich ja schon beim letzten, recht düsteren „7 Sinners“ ab. Damit hebt man sich aber wenigst von seinen ganzen Klonen ab, denen man mit dem beschwingt-speedigen Happy-Track „Far from the Stars“ eine Steilvorlage zum Kopieren liefert. Italo-Fans wird´s freuen. Das treibende „Burning Sun“ wird ein wenig übertrieben kreischig gesungen und auch wenn das hier geil kommt, das machen andere Genre-Bands in ähnlicher Güte. Da fehlt mir das besondere Element, das etliche Scheiben (auch der Deris-Ära) auszeichnet. Mit „Waiting for the Thunder“ lässt man´s ruhiger angehen und die bombastische Ballade „Hold Me in your Arms“ nimmt die Fahrt erst mal ganz raus, ist aber gelungen. Das zweiminütige, Tribalartige „Wanna be God“ ist ein Zwischenspiel, das sich mir nicht ganz erschließt, da es nicht in den folgenden Titeltrack übergeht und als eigenständiger Track komisch wirkt. „Straight Out of Hell“ bietet nach vorn preschenden, typischen melodic Power Metal. Auch nicht ganz überzeugen kann mich das extrem fett und thrashig riffende „Asshole“, bei dem nur das Riff grandios ist. Da hätte man was Amtlicheres draus stricken können.

Das zieht sich durch die ganze Stunde Spielzeit. Es wird gut gekeult und patent musiziert, aber man hat das von den Herren auch schon begeisternder und prägnanter gehört. Da retten auch das unausgegorene „Years“ und die beiden Speeder „Make Fire Catch the Fly“/ „Church Breaks Down“ nicht mehr groß was. HELLOWEEN rangieren dennoch immer noch über den meisten anderen Genrecombos, müssen aber aufpassen ihren Thron nicht langsam selber anzusägen. Gute Scheibe mit starken Momenten, mehr aber leider auch nicht.

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