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HELLSONGS - These Are Evil Times

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Artist HELLSONGS
Title These Are Evil Times
Homepage HELLSONGS
Label TAPETE RECORDS
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HELLSONGS, das waren doch… richtig, die Schweden, die diverse Metaltracks in neuem Gewand präsentierten oder wie sie selber sagen: die Erfinder des Lounge-Metals. 2011 stand die Band wegen einer schweren Krankheit ihrer Sängerin Siri Bergnéhr vor dem Aus, doch konnten das Mic mit My Engström Renman, einer Bekannten von Bandkopf Kalle Karlsson aus seinen Tagen als Kindergärtner neu besetzt werden. Nachdem man durch zahlreiche Live-Auftritte zusammengewachsen ist, folgt nun auch ein neues Album.

Wie schon bei den letzten Alben wurden auch bei „These are evil times“ die Metal-Cover-Versionen um Eigenkompositionen ergänzt, was stimmungstechnisch zu einem Kraut- und Rübenbeet führt. Widmen wir uns daher zunächst der Hälfte der Metalcover: Die erste Single BLACK SABBATHs „Iron Man“ macht den Auftakt mit Rumpelrhythmus und Schweineorgel und unwillkürlich überlege ich, welche Droge Ozzy wohl einschmeißen müsste, um mit so viel verspieltem Frohsinn fertig zu werden. Jeder Schwere entledigt auch „Engel“ von RAMMSTEIN, auf Deutsch belassen und mit putzigem Akzent vorgetragen. „Stand up and shout“ im Original von Ronnie James DIO ist für mich die schönste Neuversion als perlender Popsong mit leichter Country-Attitüde. Die beiden anderen Cover sind für den Metal-Laien nur schwer zu erkennen: „Cold“ von AT THE GATES und „Eyemaster“ von ENTOMBED bewegen sich so weit weg von ihrer Vorlage, dass man die Tracks eher für sich stehend wahrnimmt. Beide überzeugen durch Melancholie, besonders mit „Eyemaster“ ist HELLSONGS eine schön schwebende Pianoballade gelungen. Die Eigenkompositionen sind durchweg hörenswerter, unbeschwerter Skandinavienpop (wie z.B. das zur Single auserkorene „Equality“), die jedoch ohne die Metalcover-Geschichten im Rücken wohl kaum nachhaltige Beachtung finden würden.

Insgesamt lässt mich das Album auch nach mehrmaligem Hören indifferent zurück. Aus jedem Dorf nen Hund, da fehlt mir ein wenig der rote Faden. My Engström Renman mag man jedoch auf jeden Fall gerne zuhören und von daher sollten HELLSONGS ein wenig an ihrer Coporate Identity arbeiten und sich genauer überlegen, welche Art von Musik sie für welche Hörerschaft machen wollen.

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