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HELRUNAR - Niederkunfft

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Artist HELRUNAR
Title Niederkunfft
Homepage HELRUNAR
Label LUPUS LOUNGE
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Es war schon zu erwarten, dass HELRUNAR nach dem Release des „Sól“-Doppelalbums nicht so schnell einen Nachfolger an den Start bringen würden. Einerseits ist dieses Album ein wahres Machtwerk, andererseits spielte die Band verstärkt live und ist bekannterweise etwas bedächtiger beim Kreieren neuer Songs.

Aber das Warten hat sich gelohnt. So beschäftigt sich Fronter Skald Draugir dieses Mal mit dem Wechsel vom Mittelalter zur Neuzeit im ca. 16./17. Jahrhundert in Europa. Diese Zeit war geprägt von Ängsten vor dem Neuen, Religions-Konflikten, gesellschaftlichen Umbrüchen und auch üblen Krankheiten. Auch die musikalische Seite fügt sich diesem Konzept und wirkt auf „Niederkunfft“ deutlich depressiver, beklemmender und fast noch apokalyptischer als zuvor. So gibt es in den neuen Songs weniger Black Metal-Ausschweifungen, sondern mehr getragene, doomige Passagen, aber auch grollende und schwer walzende Death Metal-Facetten. Ein tolles Beispiel dafür ist das mit englischen Texten versehende „Devils, Devils Everywhere“ welches mit kalten Melodien, schleppenden Riffwänden und packenden Groove-Walzen genau alle diese Zutaten vereint. Dazu bilden Spoken Word-Samples, düstere Hintergrund-Klänge und die vielseitigen, garstigen, flüsternden Vocals von Skald Draugir eine massiv dunkle Atmosphäre! Großartig!

Zwar gibt es z.B. mit „Magdeburg brennt“ auch aggressivere Black-Ausbrüche, aber die Szenerie wird bei „Niederkunfft“ von einer dunklen, bedrohlichen, apokalyptischen Atmosphäre beherrscht, die HELRUNAR wirklich eindrucksvoll mit ihren Songs kreieren. Da hat sich das Warten wirklich gelohnt!

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