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HENRIC DE LA COUR - Mandrills

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Artist HENRIC DE LA COUR
Title Mandrills
Homepage HENRIC DE LA COUR
Label PROGRESS PRODUCTIONS
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

Der Name klingt französisch. Die CD-Aufmachung erinnert an Black Metal. Der Musiker sieht aus wie ein Punk. Und der Albumtitel „Mandrills“ ist eine Primatenart aus Afrika. Da macht man sich schon vor dem ersten Hören so seine Gedanken. Aber mit den ersten Eindrücken ist man hier vollkommen gescheitert. HENRIC DE LA COUR kommt nämlich zum einen aus dem beschaulichen Eskilstuna im schwedischen Inland. Nebenbei, dort kommen auch ARCANA her. Und seine Solomusik ist zu 100 Prozent Synthie-Pop.

Bevor HENRIC DE LA COUR 2011 als Solomusiker anfing, war er seit 1992 Sänger der Indie-Rock-Band YVONNE und nach deren Auflösung im Jahre 2003 auch bei STRIP MUSIC. Mit seinem gleichnamigen Solodebüt wechselte der Schwede dann komplett das Genre und verschrieb sich elektronischer Musik. Und das zumindest in seiner Heimat sehr erfolgreich. Das Debüt schaffte es in den schwedischen Charts auf Platz 25 und „Mandrills“ auf Platz 36. Und es gibt sogar einen Dokumentarfilm über den Künstler, der auch im schwedischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Der Durchbruch über den „großen Teich“ Ostsee ist allerdings noch nicht geglückt. Unverständlich, denn die Musik ist wahrlich klasse. „Mandrills“ verschmelzt 80er Synthie-Wave mit dem typischen „Weiberelektro“ (und das ist nicht negativ gemeint) der 90er und frühen 2000er. Parallelen zu anderen Musikern finden sich an diversen Stellen, HENRIC DE LA COUR versteht es aber geschickt, seinen ganz eigenen, unverkennbaren Stil daraus zu basteln. Wie schon der erste Eindruck, so lenkt den Hörer auch die Musik zunächst in die Irre. „Mandrills“ ist irgendwie ganz schön radiotauglich, dann aber wieder auch Underground. Irgendwo dazwischen liegt dann die Wahrheit. Elf Stücke zwischen Abtanznummer und Ballade mit hohem Wiedererkennungswert. Was nicht nur der markanten Stimme des Sängers sondern auch der angenehmen und ausgefeilten musikalischen Zusammenstellung zu verdanken ist. Auch nach mehrfachem Hören findet man noch versteckte Melodien.

Saubere Arbeit des Schweden. Auf jeden Fall eine Empfehlung für den Synthie-Freund von DEPECHE MODE bis COVENANT. Die ersten 200 Exemplare der CD-Version erscheinen mit einer zusätzlichen CD mit zwei exklusiven Tracks. Außerdem gibt es noch 300 Exemplare als Picture-LP.

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