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HERMH - Cold Blood Messiah

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HERMH
Title Cold Blood Messiah
Homepage HERMH
Label MYSTIC PRODUCTION/ REGAIN RECORDS
Leserbewertung
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Nachdem HERMH sich bereits mit ihren vorigen Releases einen guten Namen erspielen konnten (z.B. „Eden’s Fire“) und ihr aktueller Longplayer „Cold Blood Messiah“ (in der Heimat bereits im November über Mystic Production erschienen) die polnischen Symphonic Black Metaller weiter nach vorne führt, nimmt sich nun Regain dieser Platte an und bringt sie weltweit auf den Markt.

Und dies zu Recht, denn das Quintett um Front-Kreischer Bart trifft mit seiner Musik in eine Nische, die noch nicht von zu vielen Bands beackert wird. So präsentieren HERMH eine gelungene Mischung aus Bombast und Theatralik, wie man es von CRADLE OF FILTH, OLD MAN’S CHILD oder DIMMU BORGIR kennt, und der Brutalität ihrer Landsleute von BEHEMOTH. Dabei achten die Polen allerdings schön darauf, bei keiner Richtung zu sehr ins Extreme zu gehen, sondern die Einflüsse beider zu eigenen packenden Songs zu verarbeiten. Da überzeugt alleine schon der Opener „Hairesis“ mit pompösen Chören, mystischen Melodien, aber auch garstigen Wutausbrüchen und klirrenden Riffings, Blast-Attacken und fiesen Screams. Alle 9 Tracks kommen gut arrangiert und ausgewogen daher. So gibt es kein Übermaß an Gebretter, zu langatmige oder evt. kitschige Düster-Leierei und auch nicht zu viele Groove-Passagen. So hat man sich eben die besten Elemente der genannten Bands rausgepickt und daraus eine kurzweilige Reise ins mystisch-brutale Böse gestrickt, welche zudem noch mit einem angemessen transparenten und druckvollen Sound präsentiert wird. Ok, an die songwriterische Klasse der großen Vorbilder kommt man allerdings nicht ran.

Ergo bleibt halt der große Aha-Effekt bei den Songs aus und der große Hit-Kracher ist auf „Cold Blood Messiah“ auch nicht unbedingt zu finden. Aber ohne Frage ist das neue HERMH-Album eine durch und durch runde Sache, die soweit keine Wünsche offen lässt, steht man auf pompös-brutalen Black Metal, der alles hat und dennoch nicht zu sehr ins Extreme geht.

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