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HEROD - Sombre Dessein

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Artist HEROD
Title Sombre Dessein
Homepage HEROD
Label PELAGIC RECORDS
Leserbewertung
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Wenn eine Band in der Bezeichnung ihrer Homepage bereits ein „noise“ untergebracht hat, darf man getrost davon ausgehen, dass man es keinesfalls mit musikalischen Leisetretern zu tun hat. So wie bei den Post-Metallern HEROD, die so gar nicht nach Schweizer Folklore klingen wollen.

Als Progressive Sludge Metal könnte man die Sounds, die der Vierer auf seinem zweiten Longplayer „Sombre Dessein“ zu Gehör bringt, am ehesten kategorisieren. Eine knappe Dreiviertelstunde lang holzen die Eidgenossen so ziemlich alles ab, was ihnen in den Weg kommt. Der Gesang beschränkt sich dabei im Wesentlichen auf wütendes Gegrowle, während es die Instrumentalfraktion im gebotenen Maße sehr straight krachen lässt. Beim düsteren „Silent Truth“ ist auch mal cleaner Gesang zu hören, nachdem zuvor insbesondere „Fork Tongue“ für dissonante Harmonien gesorgt hat, die zweifellos nichts für zart besaitete Zeitgenossen sind. Sofern man überhaupt von Eingängigkeit sprechen kann, dann trifft dies am ehesten auf die Single „Reckoning“ zu. Das komplexe „Don’t Speak At Last“ nimmt sich satte zehn Minuten Zeit und überrascht zudem mit hohen Shouts, während das finale „There Will Be Gods“ fast ausschließlich instrumental daherkommt.

„Sombre Dessein“ und HEROD sei allen empfohlen, die auch mit Kapellen wie SCARLET, BREACH, YOB, MESHUGGAH, GOJIRA und TEXTURES etwas anfangen können. Die Schweizer verstehen ihr Handwerk und überzeugen mit düsteren, brachialen und wütenden Tonfolgen.

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