Band Filter

HERON OBLIVION - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HERON OBLIVION
Title s/t
Label SUB POP
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

HERON OBLIVION sind in San Francisco zuhause. Hier feierte einst die Hippie-Bewegung ihren Summer of Love und auch Meg Baird (Drums & Vocals), Noel V. Harmonson und  Charlie Saufley (beide Gitarre) sowie Ethan Miller (Bass) hätten sich in dieser Ära vermutlich ziemlich heimisch gefühlt. Zumindest lassen die sieben Songs auf ihrem selbstbetitelten Erstling so etwas vermuten, denn fast könnte man meinen, mit HERON OBLIVION seien die Geister der 60er Psych-Rock-Helden wie LOVE, BUFFALO SPRINGFIELD oder JEFFERSON AIRPLANE neu erweckt worden.

Der Opener „Beneath Fields“ verwebt relativ ruhige psychedelische Sounds mit energiegeladene Eruptionen – ein Umstand, der beim nachfolgenden „Oriar“ auf die Spitze getrieben wird, während „Sudden Lament“ Miss Bairds liebliche Stimme auf eine lange Reise schickt, die geradewegs in den Sonnenuntergang führt. „Rama“ wird von einem sachte grummelnden Bass dominiert, der unaufgeregt den Weg weist. Dank „Faro“ stehen rhythmusgetriebene Melodien mit allerlei schmückendem Beiwerk im Mittelpunkt, wohingegen „Seventeen Landscapes“ erneut das Tempo raus nimmt und den Tieftöner brummen lässt. Gespickt wird das Ganze mit einer guten Portion Psychedelic und geheimnisvollen musikalischen Untiefen. Bleibt noch das finale „Your Hollows“, das in seiner Unaufgeregtheit und Catchyness ganz klar mein Favorit des HERON-OBLIVION-Debüts ist.

„Das Album von HERON OBLIVION anzuhören fühlt sich an, als sitze man auf einer schönen Wiese im Schatten eines Staudamms, der jede Minute aufbrechen könnte.“ heißt es im Begleittext zu dem Sieben-Tracker. Tatsächlich umschreibt dieses Bild ziemlich gut die Musik des Vierers, der zwar seine Wurzeln in den Sixties haben mag, aber absolut zeitgemäß zu jammen und rocken weiß.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu HERON OBLIVION