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HER’S - Invitation To Her’s

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Artist HER’S
Title Invitation To Her’s
Homepage HER’S
Label HEIST OR HIT
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Während ich diese Zeilen schreibe, ist es Sonntagnachmittag, kurz nach 15 Uhr und HER’S empfangen mich mit ihrem Opener „Harvey” in einer Art und Weise, dass ich mich auf einem (Indie-)Tanztee wähne. Was mag mich wohl als nächstes erwarten?

Nun , „Mannies’s Smile“ wäre der Rentnerfraktion vermutlich ein wenig zu flott, aber möglicherweise würde der eine oder andere zum rhythmusverliebten „If You Know What’s Right“ eine kesse Sohle aufs Parkett legen. Zumindest, wenn es sich um musikalisch aufgeschlossene Pensionäre handelt. Auf jeden Fall findet mit „Carry the Doubt“ der typische Heimorgel-Sound auf das Debüt der Herren Laading und Fitzpatrick zurück, allerdings wahrscheinlich in einer etwas zu experimentellen Variante, aber wer weiß: der Hauch Karibikflair, der hier mitschwingt, spricht vielleicht auch Senioren an. Kennengelernt haben sich der Norweger Audun und der Brite Stephen beim Studium in Liverpool, genauer gesagt in der Uni-Mensa, wo Stephen angesichts drohenden Prüfungsversagens Trost an der noch unbekannten, aber sehr schützend wirkenden breiten Schulter Audums suchte. Daraus wurde eine tiefe Freundschaft, die in der Gründung von HER’S mündete. Seitdem gibt es bei dem Duo einem Mix aus Dream und Jangle Pop auf die Ohren, der bisweilen etwas abseitig wirkt, aber mit viel Herzblut und Gefühl (vergl. „Breathing Easy“ ) vorgetragen wird. Zu „Blue Lips“ schmachtet der Zweier dann derart inbrünstig ins Mikro, dass der Tanztee-Dancefloor bestimmt wieder gut gefüllt wäre. Die beschwingte Single „Love On The Line (Call Now)“ besingt derweil die Zeit, als das Telefon noch zum Telefonieren genutzt wurde. Und schon darf zum sachten Groove von „Don’t Think Over It“ geschwooft werden, ehe „Under Wraps“ den munteren Reigen smooth enden lässt.

Natürlich wäre es ein sehr speziellen Kaffeekränzchen, auf dem HER’S mit ihrem Erstling „Invitation To Her’s“ für die musikalische Untermalung sorgen würden. Alles ist ein bisschen drüber und das sind die beiden Protagonisten wohl auch. Nicht ohne Grund sagen sie selbst von sich, dass sie egal wohin sie gehen, immer skurrile Leute anziehen. So ähnlich ist auch ihre Musik…

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