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HEVEIN - Sound over Matter

VN:F [1.9.22_1171]
Artist HEVEIN
Title Sound over Matter
Homepage HEVEIN
Label SPINEFARM/ UNIVERSAL
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

Tja, was so ein Musiker-Zugang alles bewirken kann. HEVEIN sind schon seit 1992 aktiv und wurden bisher nie groß von der weltweiten Metal-Szene zur Kenntnis genommen, hatte man doch bis dato noch keine Platte raus. Doch seitdem Max Lilja (ex-APOCALYPTICA) eingestiegen ist, besitzt man via Spinefarm (was sonst bei einer finnischen Combo?) und Universal (na, hat Max da Connections spielen lassen?) die besten Vorraussetzungen zu der nächsten „Metal-Sensation aus Finnland“ zu werden.

Und wie die Jungs es nun geschafft haben, ist eigentlich egal, denn die Songs auf „Sound over Matter“ rechtfertigen das absolut. Melodisch mit Ohrwurm-Garantie, verdammt vielseitig mit ordentlich Groove und nem fetten Wumms preschen die sechs Nordlichter nach vorne. Dabei täuscht die Single „Last Drop of Innocence“ etwas. Dieser Track beginnt schön atmosphärisch und getragen, wundervolle Arrangements von Gitarre, Cello und Violine und dazu der wirklich geniale Gesang von Juha Immonen, welcher hier wie auch auf der gesamten Platte in überzeugender Art und Weise ruhige Words, energische Shouts und kraftvollen Gesang miteinander kombiniert und dabei von Gründungsmitglied Leif Hedström (Gitarre) mit Backings unterstützt wird. Den Begriff „Täuschen§ habe ich erwähnt, weil die Scheibe alles andere als Mainstream ist. So knallt der Opener „Break out the Hammers“ in fetter Death/ Thrash-Manier nach vorne. Brachiale Riffs, treibendes Drumming und die fiese Vocals werden durch atmosphärische Streicher-Arrangements und einen Top-Refrain abgerundet! Killer! Beim melodischen „Worth fighting for“ wird dann besonders gut klar, wie ausgewogen sich auf dem gesamten „Sound over Matter“ Gitarre und Streicher ergänzen. So übernimmt Max mit seinem Cello nicht nur den Part der zweiten Gitarre, sondern zusammen mit der Violine von Aino Piipari die atmosphärische Untermalung. SOILWORK meets ANATHEMA feat. AMORPHIS! Wunderschön gelungen auch die erfreulicherweise wenig schmalzige und leicht ANATHEMA-lastige Ballade. Leicht Melancholisch mit großartigem Hymnen-Gesang und weiteren überzeugenden Arrangements von Gitarre, Violine und Cello, so zeigt „As far as the Eye can see“ wie vielseitig der Sound von HEVEIN ist. Dies wird noch verstärkt durch den weiteren immens fiesen Thrasher „Bleed the Day“, bei dem einem sämtliche Grübchen aus dem Kinn gepustet werden und welcher durch einen weiteren tollen SOILWORK-Refrain auftrumpft.

Eigentlich müsste ich jeden Song erwähnen, denn jeder Titel ist richtig cool und macht vor allem durch den guten differenzierten Sound, durch den man die Feinheiten der Cello-Gitarre-Violinen-Kombination wunderbar heraushören kann, eine Menge Spaß. Ach, habe ich schon „Hold fast“ erwähnt, welcher alle Facetten verbindet und damit eigentlich zum besten Anspieltipp wird? Ob „Sound over Matter“ HEVEIN nun wirklich zu DER nächsten Metal-Sensation wird, bleibt abzuwarten, aber nicht zu bestreiten ist, dass diese Platte für Fans von MACHINE HEAD über ANATHEMA, AMORPHIS, DIABLO und auch SOILWORK ein absolutes Must-Have ist!!

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