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HEXENTANZ - Nekrocrafte (Re-Release)

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Artist HEXENTANZ
Title Nekrocrafte (Re-Release)
Homepage HEXENTANZ
Label AGONIA RECORDS
Leserbewertung
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6.0/10 (2 Bewertungen)

Vor ziemlich genau sieben Jahren erschien bei The Fossil Dungeon das Debütalbum “Nekrocrafte” der Formation HEXENTANZ. Obwohl ein deutscher Name, stammt das Projekt aus den USA und setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Mittelalter-Experimental-Gruppe THE SOIL BLEEDS BLACK und des Dark-Elektro-Projektes PSYHCHONAUT 75. Herausgekommen ist dabei ein satanisches Dark-Ambient-Hexen-Werk. Nun ist es also Zeit für eine Wiederauferstehung.

Neben Dark Ambient-Sounds besticht die Musik von HEXENTANZ vor allem durch eine umfangreiche Klangauswahl von original mittelalterlichen Instrumenten, von Trommeln über Streichinstrumente bis hin zu Glocken, dazu kommen Fieldrecordings wie Wolfsgeheul oder Windlaute, diabolische bis betörende Stimmen, Mönchschöre und vieles weitere mehr. Selbst vor einem Kangling, einer Trompete, die aus einem menschlichen Oberschenkelknochen hergestellt wird, machen sie nicht halt. Das klingt jetzt recht überladen. HEXENTANZ verstehen es aber geschickt, die einzelnen Elemente zu einem archaisch-rituellen und vor allem bösen Gesamtwerk zu verschmelzen. Nun muss man der Musik wegen nicht gleich einen Hexen-Sabbat feiern… aber man könnte. Als akustische Unterstützung in Horrorfilmen diente sie auf jeden Fall schon.

Die Wiederauflage der ausverkauften “Nekrocrafte”-VÖ ist keine schlechte Idee. Die Formation bietet markerschütternd düsteren Sound voller ritueller Rhythmik und diabolischer Atmosphäre. Aufgrund der Sounddichte findet man auch beim x-ten Durchhören noch neue Klänge.

Neben der neuen CD erscheint das Album auch erstmalig auf Schallplatte. Das durchsichtig/ schwarz gefärbte Vinyl ist auf gerade einmal 100 Exemplare limitiert. Wer hier zugreifen will, sollte sich also beeilen. “Nekrocrafte” ist für alle Ritual-Musik-Freunde auf jeden Fall eine Kaufempfehlung. Man hört dem Werk zwar etwas an, dass es nicht mehr ganz taufrisch ist, aber der Teufel ist ja auch nicht mehr der Jüngste… aber eben, genau wie dieses Album, zeitlos.

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