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HEXPEROS - The Garden of the Hesperides

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Artist HEXPEROS
Title The Garden of the Hesperides
Homepage HEXPEROS
Label EQUILIBRIUM MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zu Beginn ein wenig was für die Bildung: Der Name HEXPEROS ist abgeleitet von „Hesperos“, was zugleich der Name des Abendsterns ist. Und dieser Stern ist wiederum nichts anderes als der Planet Venus. Des Weiteren war Hesperos in der griechischen Mythologie der Bruder von Atlas (der mit der Welt auf den Schultern) und gilt als Vater der Hesperis. Und hier kann man elegant den Bogen zum Albumtitel „The Garden of the Hesperides“ schlagen, denn die Hesperis lebten in jenem Garten, aus dem Herakles als eine seiner Arbeiten die Äpfel holte und dabei kurz für Atlas die Welt schulterte. Aber nun zur Musik:

Das italienische Duo bestehend aus Alessandra Santovito und Francesco Forgione hat sich der Neoklassik verschrieben. Leise Streicher erzeugen einen düsteren Sound – Klavier und Flöten tun ihr Übriges. Hier wird also eher die melancholische Seite der Klassik beleuchtet. Hinzu kommt, dass Alessandra ausgebildete Sopranistin ist und dem Ganzen dadurch einen opernhaften Klang einhaucht. Am ehesten würde mir als Assoziation der Begriff „schwermütig“ einfallen. So ist „The Garden of the Hesperides“ wohl eher nicht für Frohnaturen geeignet. Favorit für mich ist eindeutig „Hesperos“, da dieser Titel schon fast poppig und nicht ganz so traurig daher kommt und somit aus den restlichen Liedern hervorsticht. Thematisch erstreckt sich das Album von einer Betrachtung der Jahreszeiten bis hin zu verschiedensten Mythologien, in diesem Zuge wird auch über die Natur im allgemeinen reflektiert, und mit „Ave Maria“ wird es an einer Stelle sogar religiös. Alles gut miteinander verknüpft und irgendwie passend.

Ein sehr anspruchsvolles und professionelles Album bekommt man hier zu hören. Wer Klassik und Melancholie mag und das auch noch in einem Atemzug, wird großen Gefallen an „The Garden of the Hesperides“ finden. Ich jedenfalls bin sehr davon angetan. Wer es nicht ganz so „leise“ mag, wird dem Werk wohl eher gleichgültig gegenüber stehen. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

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